Strom weg – und jetzt? Gut vorbereitet für den Notfall

Kein Licht, keine Heizung, kein Handyempfang: Wenn bei einem Stromausfall plötzlich nichts mehr geht, ist eine gute Notfallversorgung Gold wert.

Ein Foto mit Basis-Notfallprodukten wie Kerzen, Wasserflaschen, Erste-Hilfe-Set, Konserven usw.

Wie es ist, wenn plötzlich kein Strom mehr fließt, haben tausende Menschen in Berlin-Zehlendorf Anfang des Jahres am eigenen Leib erfahren. Einige Anwohnende berichteten, dass sie in den ersten Stunden nicht einmal wussten, was passiert war. Denn: Wenn Handy, Internet, Fernseher und Radio nicht funktionieren, kommen auch keine Informationen an. Andere haben tagelang nur auf einem kleinen Gaskocher das Essen zubereitet, weil der E-Herd außer Betrieb war. Von Dunkelheit und Kälte ganz zu schweigen. Aus diesen Erfahrungen lassen sich wertvolle Tipps und Handlungsratschläge ableiten, um im Notfall gut vorbereitet zu sein.

Sofortmaßnahmen, wenn der Strom ausfällt

Wer weiß, was zu tun ist, bleibt sicher und handlungsfähig. Hier sind die wichtigsten Schritte im Überblick:

1. Prüfen

  • Ist eine Sicherung oder der FI-Schalter rausgesprungen? (ggf. wieder einschalten)
  • Funktioniert das Treppenhauslicht noch? 
  • Haben Nachbarinnen und Nachbarn noch Strom?
  • Zur dunklen Tageszeit: Leuchten die Straßenlaternen noch?
     

2. Informieren 

  • Sofern Handy und Internet noch funktionieren, aktuelle Störungen online oder per Hotline beim Netzbetreiber abfragen
  • Den Vermieter informieren: howoge.de/kontakt
  • Mit den Nachbarinnen und Nachbarn austauschen und Informationen weitergeben
      

3. Handeln

  • Ruhe bewahren und die Checkliste durchgehen
  • Geräte wie Computer, Fernseher oder Kaffeemaschine ausschalten, damit es keine Schäden durch Spannungsspitzen gibt, wenn der Strom zurückkommt.
  • Kühlschränke und Gefriertruhen möglichst geschlossen halten –  so bleiben Lebensmittel länger kühl (Kühlschrank etwa 4 Stunden, Gefriertruhen bis zu 24 Stunden)
  • Schwachen oder älteren Menschen im Haus Hilfe anbieten
  • Ggf. mit anderen im Haus zusammentun, um z. B. Batteriereserven zu schonen und zu teilen.

Achtung: Aufzüge meiden – nicht einsteigen, solange der Stromausfall besteht!

Für alle Fälle vorbereitet

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt eine ausführliche Checkliste zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen bereit, die dabei hilft, im Notfall die Versorgung für mehrere Tage sicherzustellen. Denn: Wer ein paar grundlegende Dinge im Haus hat, bleibt handlungsfähig und schützt sich und andere. Die Vorbereitung kostet wenig und sorgt bei Wetterkatastrophen oder Stromausfall für Komfort und Sicherheit. Folgende Dinge sollten Mieterinnen und Mieter im Haus haben:

  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio
  • Eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier
  • Batterien und geladene Powerbank
  • Kerzen und feuerfeste Unterlagen, Streichhölzer und Feuerzeug
  • Trinkwasser (etwa zwei Liter pro Person und Tag)
  • Haltbare Lebensmittel und Snacks (z. B. Nudeln, Konserven, Nüsse, Riegel)
  • Eine vollständige Hausapotheke und wichtige Medikamente nach eigenem Bedarf
  • Hygieneartikel wie Klopapier und Feuchttücher

Praktisch:

  • ein stromunabhängiges Kochgerät (z. B. ein Campingkocher) inkl. Brennstoff
  • Thermoskanne
  • Thermodecken oder Schlafsack (bei Stromausfall im Winter)
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