Bricht in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer aus, kann das richtige Verhalten der Mieterinnen und Mieter die Ausbreitung verhindern und Menschen in Sicherheit bringen. Das empfiehlt die Feuerwehr:
1. Ruhe bewahren
Feuer im eigenen Umfeld sorgt – zurecht – für Aufregung. Ruhe und Kontrolle lassen sich jedoch üben, indem die Handlungsschritte vorher trainiert werden. Wer weiß, was zu tun ist, kann besser reagieren.
2. Löschen
Jedes Feuer beginnt klein. Ist die Ursache des Brandes noch zu sehen und kann mit ausgestrecktem Arm gelöscht werden, sollte schnell reagiert werden.
Wichtig:
- Brennendes Fett in Topf oder Pfanne nicht mit Wasser löschen, lieber das Feuer ersticken – z. B. mit dem Topfdeckel.
- Löschspraydosen sind einfach zu bedienen und helfen gut bei kleinen Entstehungsbränden.
- Eine umgekippte Kerze kann auch mit einem Wasserzerstäuber gelöscht werden – wenn er schnell zur Hand ist.
- Tipp: Typische Feuerlöscher sind etwas komplizierter – am besten schon vorher mit der Anwendung vertraut machen.
3. Türen schließen
Eine einfache Tür kann die Ausbreitung von Flammen und Rauch für mindestens zehn Minuten aufhalten. Für die Sicherheit aller sollten daher immer die Türen zur Brandquelle geschlossen werden.
4. Andere warnen
Andere Personen in der Wohnung sollten umgehend informiert und in Sicherheit gebracht werden – auch Nachbar:innen im Haus, sofern das möglich ist.
5. Fluchtweg prüfen
Achtung: Bei Rauchentwicklung in Hausflur oder Treppenhaus diese unbedingt meiden. Besser in der Wohnung bleiben, Türen mit nassen Tüchern abdichten und am offenen Fenster bemerkbar machen.
6. Telefon und Schlüssel
Beim Verlassen der Wohnung Schlüssel und Mobiltelefon mitnehmen, um die Feuerwehr zu informieren und den Helfenden später einfachen Zugang zur Wohnung zu gewähren.
7. Feuerwehr rufen
Wenn alle Bewohner:innen in Sicherheit sind, sollte umgehend die Feuerwehr alarmiert werden. Unter 112 durchgeben, wo es brennt, was passiert ist und wer anruft.