Meike Kekert – Neues Gymnasium Wedding

Entwurfsidee und städtebauliches Konzept

Das neue Lernmodell der Compartmentschule wird hier in eine Komposition aus einzelnen Baukörpern und einem gemeinschaftlich nutzbaren Verbindungsraum als Sockelzone übersetzt. Die unterschiedlichen Nutzungen sind klar von außen ablesbar.

Dabei nehmen vier rechtwinklige Volumen die Compartments und Fachräume auf und sind sind jeweils parallel beziehungsweise lotrecht zur Schulstraße und Iranischen Straße hin ausgerichtet. Dazwischen entsteht ein dynamischer Zwischenraum, der als zurückgesetzte Sockelzone die Verbindungsebene im Erdgeschoss bildet. Eine analoge Funktion übernimmt die darüber liegende Dachterrasse. Erschlossen wird das Schulgebäude durch vier Eingänge, die sich sinnfällig aus den Zwischenräumen ergeben, wobei sich der Haupteingang durch seine Größe und eine Orientierung zur Kreuzung hin hervorhebt. 

Räumliche Organistion

Neben den gemeinschaftlich genutzten Bereichen beherbergt das überhöhte Sockelgeschoss auch Verwaltung, Bibliothek und Mensa. Von hier aus werden die einzelnen Compartmentvolumen erschlossen, die jeweils über eigene zentrale Treppenhäuser verfügen. Darüber hinaus dienen Sockelzone und Dachterrasse auch als Pausen-, Kommunikations- und informelle Aufenthaltsräume.

Compartments

Der Unterrichtsbereich besteht aus vier Stammgruppenräumen, zwischen denen das Forum und die Teilungsräume liegen. Letztere sind als offene, zusammenhängende Räume gestaltet, die durch Vorhänge geteilt werden und sich so den unterschiedlichen pädagogischen Anforderungen anpassen können. Das Forum bietet den Schülern die Möglichkeit sich zurückzuziehen oder zu entspannen, kann jedoch auch als Teilungsraum fungieren. Die Ausrichtung der Foren zur Dachterrasse ermöglicht den Austausch zwischen den unterschiedlichen Compartments.