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Das Berliner Lern- und Teamhaus

Neues Lernen brauchen neue Räume!

Die Anforderungen an zeitgemäße Schulgebäude haben sich verändert und erfordern neue bauliche Lösungen. Schulen haben sich zu ganztägig und inklusiv genutzten Lern- und Lebensräumen entwickelt. Deshalb benötigen die neuen Schulen sowohl innen als auch außen flexibel nutzbare Raumkonzepte. Das Zusammenwirken von Architektur, Organisation und Pädagogik stellt hierfür eine Grundvoraussetzung dar. Das Ergebnis ist die Compartment-Schule.

Gemeinsam lernen

Ein wichtiger Baustein der Berliner Schulbauoffensive (BSO) ist es, die Gesichtspunkte einer modernen Pädagogik in den Schulbauten zu berücksichtigen. Die inklusive Bildung und der Ganztagesbetrieb entwickeln sich in den Berliner Schulen zum Standard. Für die Schülerinnen und Schüler werden die Schulen als Lern- und Lebensorte sowie als Lern- und Teamhäuser konzipiert. Zudem werden die Unterrichtsräume mit dem Teambereich zukünftig – im Unterschied zur hergebrachten Flurschule – um ein gemeinsames Forum angeordnet. Sie bilden so eigene räumliche Einheiten in der großen Schule – das Compartment-Konzept.


Bild links: Schema Compartment, Integrierte Sekundarschule oder Gymnasium (Jahrgänge 7–10) aus: Schulraumqualität Band 2: Bericht, Seite 21 © Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Grafik: SLANG
Innovatives Raumkonzept

Das neue Berliner Lern- und Teamhaus setzt sich zusammen aus einem multifunktionalen Forum, den Räumen für allgemeine Lern- und Unterrichtsbereiche sowie den Teamzonen für das pädagogische Personal. Damit können sowohl bessere Lernbedingungen für Schüler:innen als auch bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Erzieher:innen geschaffen werden. Das Raumkonzept bietet den Rahmen für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Schüler:innen und Lehrkräften. Hinzu kommen Fachräume, Räume für die Schulleitung und die Verwaltung, die Sporthalle und eine Schulbibliothek. Ein Mehrzweckbereich bietet Platz für die Mensa, die Aula, Theateraufführungen und viele zusätzliche Unterrichtsideen.


Bild rechts: Organisationsschema einer vierzügigen Integrierten Gesamtschule aus: Schulraumqualität Band 2: Bericht, Seite 26 © Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Grafik: SLANG

Was das Compartment-Konzept ausmacht

Die Räume in den Schulneubauten werden zu funktionalen Einheiten zusammengefasst. Damit wird das Schulgebäude in sogenannte Compartments aufgeteilt.

Die neue Compartment-Architektur soll unter anderem:

  • → eine intensivere Zusammenarbeit der Pädagog:innen ermöglichen
  • → die individuelle Gestaltung der Lernprozesse in heterogenen Lerngemeinschaften unterstützen
  • → durch ihre Ästhetik und Funktionalität die Identifikation von allen am Schulleben Beteiligten mit ihrer Schule fördern
  • → allen Schüler:innen, auch denjenigen mit einer Behinderung, die volle Teilhabe an bestmöglicher Bildung gewährleisten

Bild links: Schema Stammgruppenbereich sowie Teamzone, Integrierte Sekundarschule oder Gymnasium (Jahrgänge 7-10) aus: Schulraumqualität Band 2: Bericht, Seite 22 © Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Grafik: SLANG

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Bild – Deckblatt Berlin baut Bildung, Band 2

Berlin baut Bildung
Die Empfehlung der Facharbeitsgruppe Schulbauqualität