Wohnen mit dem Wohn­berech­tigungs­schein (WBS) – NEU: auch für mittlere Einkommen

Sie brauchen eine neue Wohnung, wissen aber nicht, wie Sie das mit Ihrem Einkommen stemmen sollen? Dann haben Sie vielleicht Anspruch auf einen sogenannten Wohnberechtigungsschein (WBS). Was das ist, wie Sie Ihren Anspruch prüfen und alle weiteren wichtigen Informationen haben wir für Sie zusammengefasst.

Die wichtigsten Antworten zum WBS

Der Wohnberechtigungsschein ist eine amtliche Bescheinigung. Diese ermöglicht Wohnungssuchenden den Zugang zu Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Ob Sie Anspruch auf eine solche Sozialwohnung mit günstiger Kaltmiete haben, hängt daher unter anderem von Ihrem Einkommen ab.

Alleinerziehende, Auszubildende, arbeitslose Menschen aber auch Beschäftigte: Anspruch auf einen WBS haben Menschen, deren Haushaltseinkommen festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Geregelt sind diese im Wohnraumförderungsgesetz des Landes Berlin. Zur leichteren Orientierung finden Sie auf unserem Merkblatt verschiedene Rechenbeispiele. Grundvorrausetzung für den Erhalt eines Wohnberechtigungsscheins ist außerdem, dass Sie sich dauerhaft in Berlin aufhalten und

•    die deutsche Staatsangehörigkeit,
•    die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder
•    einen Aufenthaltstitel besitzen, der noch mindestens 11 Monate gültig ist.

Auch Menschen mit anerkannter Flüchtlingseigenschaft erhalten unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls einen WBS.

Neben dem einfachen WBS für Personen mit niedrigem Einkommen gibt es zusätzlich den erweiterten WBS für Personen mit mittlerem Einkommen (WBS 180). Während mit einem einfachen WBS öffentlich geförderte Wohnungen zu 6,50 Euro pro qm angemietet werden können, liegt die Fördermiete beim erweiterten WBS bei 8 Euro pro qm.

Füllen Sie das Formular vollständig aus und reichen Sie es im Original beim Wohnungsamt Ihres Bezirks ein. Sind Sie neu in Berlin, können Sie den Antrag im Bezirk Ihrer Wahl stellen. Sie benötigen außerdem folgende Dokumente in Kopie:

  • Einkommensnachweise
  • Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunden
  • Geburtsurkunden
  • Meldenachweise
  • ggf. Immatrikulationsbescheinigungen oder Aufenthaltstitel

Da alle Unterlagen sorgfältig geprüft werden müssen, kann die Bearbeitungszeit einige Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Am besten beantragen Sie den WBS bereits dann, wenn sich der Umzug abzeichnet. Ein konkretes Wohnungsangebot müssen Sie nicht vorweisen.

Für geförderten Wohnraum gilt: Die Wohnung darf maximal so viele Wohnräume haben, wie es Personen im Haushalt gibt. Die Ausnahme sind Einzelpersonen. Sie dürfen auch allein anderthalb oder zwei Zimmern beziehen, wenn die Wohnungsgröße 50 Quadratmeter nicht überschreitet. Der Bedarf weiterer Zimmer kann außerdem im WBS vermerkt werden, wenn

  • eine Betreuungsperson in der Wohnung gebraucht wird, um die Aufnahme in ein Pflegeheim zu vermeiden,
  • in der Wohnung einen Beruf ausgeübt wird und dafür zwingend ein extra Zimmer notwendig ist,
  • kinderlose Paare geltend machen, dass sie Nachwuchs planen,
  • Mieter*innen in eine eigentlich zu große Wohnung ziehen wollen – dadurch aber eine noch größere Wohnung für Familien frei wird.

Ein WBS bezieht sich immer auf den Haushalt, der in die geförderte Wohnung einziehen soll. Wer zum Haushalt gehört, ist im Wohnraumförderungsgesetz geregelt:

•    Ehegatten und eingetragene Lebenspartner
•    Partner einer dauerhaften Lebensgemeinschaft
•    minderjährige Kinder, auch Ungeborene ab mindestens der 14. Woche, sowie Adoptiv- und Pflegekinder, die im Haushalt leben
•    volljährige Kinder, Eltern, Großeltern, Enkelkinder und Geschwister, die auf Dauer in die Wohnung mit einziehen

Wohngemeinschaften kommen für eine geförderte Neubauwohnung der HOWOGE nicht in Betracht. Auch dann nicht, wenn alle Mitglieder einzeln einen Anspruch auf einen WBS haben.
 

Es gibt Wohnungen, die nur für besonderen Wohnbedarf vermietet werden dürfen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn sonst Obdachlosigkeit droht, Kinder in beengten Wohnungen leben oder ältere Personen eine unterbelegte Mietwohnung aufgeben. Die Ergänzung im WBS wird nur vorgenommen, wenn die Person seit mindestens einem Jahr mit Hauptwohnsitz in Berlin gemeldet ist.

Habe ich Anspruch?

Orientierungsrechner zur Prüfung Ihres WBS-Anspruchs in 4 Schritten

Die nachfolgende Berechnung dient nur zur Orientierung. Eine verbindliche Wohnberechtigung nach dem Wohnraumversorgungsgesetz stellt ausschließlich das Wohnungsamt fest. Die Berechnung kann für zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern durchgeführt werden.

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Das Formular konnte leider nicht abgesendet werden. Bitte überprüfen Sie die markierten Einträge und korrigieren diese:
    Eintragung des jährlichen Bruttoeinkommens Einkommen aller Mitglieder Ihres Haushalts, das in den ersten 12 Monaten ab Antragstellung zu erwarten ist
    Dazu zählen etwa:
    • Bruttoeinnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit (auch in Ausbildung, Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung sowie einmalige Zahlungen wie Abfindungen)
    • Gewinne aus selbstständiger Arbeit oder aus einem Gewerbebetrieb
    • Leistungen wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld, BAföG, Ausbildungsbeihilfe
    • Einnahmen aus Renten und Pensionen
    • Unterhaltsleistungen und Unterhaltsvorschüsse
    • Einkünfte aus Verkauf, Vermietung, Verpachtung, Kapitalvermögen
    Gut zu wissen: Kindergeld bleibt anrechnungsfrei.
    Euro
    Euro
    Anzahl Kinder in Ihrem Haushalt
    Als Kind zählt, wer das 25. Lebensjahr nicht vollendet hat.
    Geben Sie Ihre Werbungskosten an
    Eine Arbeitnehmer*innen kann den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich absetzen – sofern Sie höhere Werbungskosten nachweisen können, überschreiben Sie bitte den Pauschbetrag entsprechend.
    Euro
    Treffen Sie Aussagen über Ihre Steuerveranlagung
    Geben Sie weitere Details zu Ihrer Situation an, um das verfügbare Haushaltsnettoeinkommen im Sinne der gesetzlichen Vorgaben zu ermitteln

    Ihr Einkommen liegt über den Bemessungsgrenzen. Es konnte im Rahmen dieser vereinfachten Vorprüfung kein Anspruch auf einen WBS festgestellt werden.

    Bitte setzen Sie sich mit Ihrem zuständigen Wohnungsamt in Verbindung, um eine verbindliche Aussage über einen etwaigen Anspruch zu erhalten. Nutzen Sie auch gern den offiziellen WBS-Rechner des Landes Berlin und die weiterführenden Informationen dazu.

    Es könnte sich ein Anspruch auf einen einfachen WBS für geringe Einkommenerweiterten WBS für mittlere Einkommen ergeben.

    Bitte setzen Sie sich mit Ihrem zuständigen Wohnungsamt in Verbindung, um Ihren Anspruch verbindlich festsetzen zu lassen.

    Bitte beachten Sie folgenden Hinweis: Zum Zeitpunkt der Bewerbung um eine WBS-gebundene Wohnung muss ein gültiger Wohnberechtigungsschein vorhanden sein. Bitte beantragen Sie diesen rechtzeitig bei Ihrem zuständigen Wohnungsamt.