Partizipation Wilma-Rudolph-Schule

Bild – Außenansicht der Schule

Partizipationsverfahren

Koordination: Die Baupiloten BDA, Berlin

Verfahren: dreistufiges Workshop-Verfahren mit Ergebnispräsentation

Beteiligte: Schulgemeinschaft bestehend aus Schulleitung, Lehrkräften, Erzieher*innen, Schülerschaft und Elternvertretung, Vertreter*innen des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf und der HOWOGE sowie das Planungsbüro Formazin&Partner

Anlass und Ziel

Platzmangel und bauliche Defizite – diese beiden Aspekte bilden die Grundlage zur Erarbeitung eines umfänglichen Sanierungskonzeptes. Nach über 50 Jahren Nutzungszeit weisen die verschiedenen Gebäude unterschiedlichen Alters Baumängel im Brandschutz, der Barrierefreiheit sowie in der energetischen Gebäudehülle auf. Daneben kann der derzeitige Raumbestand den erforderlichen Flächenbedarf für über 900 Schüler*innen nicht mehr gerecht werden, wie es für eine pädagogisch leistungsfähige Schule angemessen wäre.

Informationen zum Projekt Wilma-Rudolph-Schule

Der Partizipationsprozess

Workshop 1
Bild – Grafik zu Funtionszusammenhänge

Visionen-Werkstatt

Als Auftakt des Partizipationsworkshops sollte in einem gemeinsamen Rundgang auf dem Schulcampus ein Verständnis für die Vor-Ort-Situation der Schule und der Schulgemeinschaft geschaffen werden. Mit Hilfe persönlicher Gespräche konnten Stärken und Schwächen, aber auch Qualitäten und Potentiale der baulichen Gebäudestruktur, aber auch der Schulgemeinschaft als solches, benannt und diskutiert werden.

Drauf aufbauend wurden die gesammelten Erkenntnisse spielerisch in erste räumlich-pädagogische Funktionszusammenhänge gefasst und erste konkrete  Anforderungen an die Schule definiert.


Workshop 2
Bild – Fotos und eine Schere

Kleb-deine-Welt-Jugendworkshop

In einem „Kleb-deine-Welt“-Workshop sollten die Schüler*innen mit Hilfe von Collagen und atmosphärischen Bildern ihre Anforderungen an die zukünftigen Raumqualitäten beschreiben. Dabei ging es nicht um konkrete räumliche Funktionszusammenhänge, sondern vielmehr um die Frage der Atmosphäre und dem „Wohlfühlfaktor“ in einer Schule. 
 

„In der Schule soll man viel entdecken und erleben können. Es soll aber Rückzugsmöglichkeiten geben. Der Himmel und die Natur sollen Platz zum Träumen lassen. Es soll eine abenteuerliche Atmosphäre geben.“  ( Schülerin, 12 ) 
 


Workshop 3
Bild – Menschen vor Konzeptplänen

Weiterdenken-Werkstatt

Das Ziel der Weiterdenken-Werkstatt war es, die Ergebnisse der vorangegangenen Workshops zusammenzuführen, um hieraus ein neues Raumprogramm entwickeln zu können.

Die erarbeiteten Anforderungen hinsichtlich der räumlichen Funktionszusammenhänge und erforderlichen Lernatmosphären wurden zu einem, am konkreten Bestand gespiegelten, Nutzungskonzept zusammengefügt. Die Auswertung dieser Weiterdenken-Werkstatt ergab ein Bild von einer Schule, die eine strukturierte und atmosphärisch differenzierte Lernumgebung ermöglichen soll. Selbstständiges und angeleitetes Lernen soll in räumlichen Konzepten vielfältig möglich sein und dabei sollen die Räume sowohl kommunikativ-lebendige als auch still-konzentrierte Lernatmosphären anbieten.


Ergebnis

Die Ergebnisse der Workshops werden nun die Grundlage des Sanierungskonzeptes bilden. Dabei werden Anforderungen der Schulgemeinschaft immer an den baulichen Möglichkeiten des Bestands gespiegelt. Das Sanierungskonzept wird bauliche Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit, die Instandsetzung der Sanitäranlagen sowie eine Komplettsanierung der technischen und baulichen Anlagen vorsehen. Zur Deckung des schulfachlichen Flächenbedarfs sind konzeptionelle Veränderungen der Räumlichkeiten sowie bei Bedarf auch Erweiterungsbauten vorgesehen.