Partizipation B.-Traven-Gemeinschaftsschule

Bild – Frontansicht der Schule

Partizipationsverfahren

Koordination: Die Baupiloten BDA, Berlin

Verfahren: dreistufiges Workshop-Verfahren mit Ergebnispräsentation

Beteiligte: Schulgemeinschaft bestehend aus Schulleitung, Erziehung, Lehrkräften und Schüler*innen, Elternvertretung, Vertreter*innen des Bezirksamt Spandau, HOWOGE, Planungsbüro Anderhalten Architekten

Anlass und Ziel

Die Sanierung der B.-Traven-Gemeinschaftsschule erfolgt einerseits aus den baulichen Gegebenheiten des sanierungsbedürftigen Bestandes und andererseits aufgrund des erhöhten Bedarfs an Schulplätzen. Die derzeitige Zügigkeit von 1-4-0 mit ca. 544 Schüler*innen soll auf eine Zügigkeit von 2-6-0 für 888 Schüler*innen erweitert werden. Die in den 30er und 70er Jahren errichteten Gebäudeteile wurden  in den letzten Jahrzehnten  nur teilweise saniert und  weisen neben baulichen Mängeln Defizite hinsichtlich Barrierefreiheit und Brandschutz auf. Mit Hilfe des Partizipationsverfahrens sollen außerdem die schulfachlichen Schwächen analysiert und in ein ganzheitliches Sanierungskonzept überführt werden. 

Informationen zum Projekt B.-Traven-Gemeinschaftsschule

Der Partizipationsprozess

Blitzlicht
Bild – Flipchart mit Karteikarten

Um den Charakter der Schule und den Schulalltag zu verstehen, sollte die Schulgemeinschaft in einem „Blitzlicht-Workshop“ Defizite und Probleme, aber auch Potentiale und Stärken der Schulgebäude sowie der eigenen Schulgemeinschaft benennen. Es ging darum zu verstehen, „was fehlt, was stört, aber was könnte auch weiter ausgebaut werden?“ Dieses Einfangen erster Ideen und Benennung der Probleme bildete die Grundlage für die weiteren Workshops.

Copyright: Die Baupiloten BDA


Workshop 1
Bild – Schulklasse die Bilder hoch hält

Das Verfahren der „Visionenwerkstatt“ wurde in mehrere kleinere Workshops aufgeteilt, sodass einerseits die Bedarfe der Lehrkräfte und andererseits die Bedürfnisse der Schüler*innen ermittelt wurden. Mit Hilfe eines „Kleb´-deine-Welt“-Workshops konnten die Schüler*innen mit Hilfe von Collagen spielerisch ihre Erwartungen und Anforderungen an die neuen Räume der Schule darstellen: „Wie soll die Schule gestaltet sein, damit ich mich wohlfühle und in einer schönen Atmosphäre lernen kann?“

Anschließend wurden in kleinen Arbeitsgruppen funktionale Anforderungen spielerisch erarbeitet. Diese nutzerspezifische Raumbedarfsanalyse diente dazu, alle unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Interessensgruppen zu diskutieren und zu einem gemeinsamen Leitbild zusammenzubringen. Diese werden im weiterführenden Workshop weiter präzisiert.

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Workshop 2
Bild – Spiel

Im zweiten Workshop wurden die Ergebnisse und die Auswertung des ersten Workshops der Schulgemeinschaft vorgestellt. Mit Hilfe eines zweiten Planspiels wurde das erarbeitete Leitbild für die zukünftige Schule zu einem funktionalen Raumkonzept zusammengefügt. In kleinen Arbeitsgruppen entwickelte die Schulgemeinschaft verschiedene Schulbautypologien, um zu definieren welche Anforderungen an die Räumlichkeiten durch verschiedene Gruppenkonstellationen – Klassengemeinschaft, Teilgemeinschaft und Schulgemeinschaft – gestellt werden.  Schnell zeigte sich, dass sich nicht nur zwangsläufig die räumliche Bestandsstruktur verändern kann, sondern auch das derzeitige pädagogische Konzept und der dahinterliegende Stundenplan der Schule umstrukturiert werden könnten.  

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Ergebnis und Abschlusspräsentation
Bild – Büroauswertung

Die in den Workshops entwickelten funktionalen Raumzusammenhänge wurden abschließend an den Möglichkeiten des Bestandes gespiegelt sowie mit den Vorgaben des Musterraum- und Funktionsprogramms des Senats abgeglichen. Wichtige von der Schulgemeinschaft erarbeitete Leitmotive sind die Schaffung von multifunktionalen Räumen und die Umsetzung  entsprechend differenzierter Lernatmosphären für die Primar- und Sekundarstufen.

Anhand von Variantenvergleichen und Machbarkeitsstudien werden nun die Ergebnisse der baulichen Bestandsuntersuchung und der Partizipation in ein ganzheitliches Sanierungskonzept übergehen.

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