Der Mieterrat im Interview "Man merkt eine enorme Anpack-Mentalität"

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Der neue Mieterrat steckt voller Elan und setzt sich aktiv für die kiezübergreifenden Interessen der HOWOGE-Mieter:innen ein. Im Interview spricht der Vorsitzende Mathias Voigt über Themenschwerpunkte und Zuständigkeitsgrenzen.

Herr Voigt, Sie sind zum zweiten Mal Mitglied im Mieterrat – was ist anders?

Man merkt sehr viel Elan und eine enorme Anpack-Mentalität unter den neuen Mitgliedern. Der Mieterrat will sich wirklich um alle Belange und Anfragen kümmern, die uns erreichen. Die Kollegen wollen alles lösen, es wird sich jedem Problem angenommen. In vielen Fällen müssen wir jedoch den offiziellen Weg wahren und uns eher bremsen.

Illustrierte Personen, spaziergänger und fahrradfahrer

Das heißt, der Mieterrat ist nicht für alle Anfragen zuständig?

Wir sind als Mieterrat für das kiezübergreifende Geschehen zuständig wie Neubauvorhaben, strukturelle Probleme, Kommunikation zwischen Mietenden und HOWOGE. Kiezbezogene Anliegen sind hingegen Aufgabe der Mieterbeiräte. Dafür gibt es eine Vereinbarung zwischen Mieterbeiräten und Mieterrat. Wir wollen niemandem die Arbeit wegnehmen.

Welcher Themen nehmen Sie sich aktuell besonders an?

Ein Thema ist die Kommunikation der Mieter:innen mit der HOWOGE. Oft melden mehrere Personen denselben Mangel, aber keiner weiß vom anderen. Das führt zu Mehraufwand bei der HOWOGE, aber auch zu Unstimmigkeiten auf Mieterseite, weil das Feedback über den Bearbeitungsstand fehlt. Dafür soll es die HOWOGE App geben, wo zum Beispiel Reparaturen beauftragt werden können. Hier ist es uns ein besonderes Anliegen, die App mitzugestalten, damit sie möglichst kundenfreundlich ist.

Stichwort Kommunikation: Was möchten Sie gerne vermitteln?

Wir sind da, um wichtige Informationen an die Mieter:innen zu tragen. Dazu zählen auch die Themen Wohnungstausch und WBS-Antrag. Unserer Meinung nach ist vielen Mieter:innen nicht bewusst, dass es diese Möglichkeit gibt. Selbst der HOWOGE-Geschäftsführer Herr Schiller bestätigte bei unserem ersten Treffen, dass eigentlich viele Mieter:innen Anspruch auf einen WBS haben, das aber nicht wissen. Ich glaube, man kann nicht aufhören, das zu kommunizieren. Vielleicht hilft ja schon dieser Artikel, um wieder jemanden zu erreichen.

Anfragen zu quartiersübergreifenden Anliegen beantwortet der Mieterrat per Mail, telefonisch oder persönlich:

Kontakt und Sprechzeiten auf: