Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Verfasser*in:
Andrea Cecilia Santos Rodriguez
Anna Sophie Paasche

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Fakultät für Architektur, Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft
Prof. Markus Neppl

Disclaimer: Das Speichern und das Verwenden aller Daten dieser Seite ist nur mit Zustimmung der HOWOGE gestattet.

Erläuterungsbericht zum Wettbewerbsbeitrag

ALONG THE GREEN WAY

Erläuterungsbericht:

KONZEPT 
“Along the Green Way” ist ein modularer Masterplan mit einem urbanen, lebendigen und nachhaltigen Leitbild. Alle Baufelder haben eine hohe Nutzungsdurchmischung, um eine schnelle Erreichbarkeit im Quartier zu gewährleisten. Dadurch verfügen sie auch über eine Selbständigkeit, die eine andere Puzzelung, bei der Übertragung des Masterplans, zulässt. 
Neben einem großen Angebot an Grünflächen, ist auch ein großflächiger Boulevard geplant. Er erstreckt sich von der S-Bahn Haltestelle im Westen bis zum südlichen Rand, wo er die großstädtische Umgebung miteinbezieht. An ihm konzentriert sich der Einzelhandel, der durch die Vor- und Rücksprünge der Fassaden eine attraktive Verortung für Cafés, Bars und kleine Läden hat. 

MODULARITÄT
Die einzelnen Baufelder entwickeln sich aus einem Musterbaufeld, das sich durch Block Typologien und eine starke Orientierung zur Mitte hin auszeichnet. Dieses Musterbaufeld entwickelt sich dann in Richtung Nord-Ost in kleinteiligere Baufelder, die passend zu den Einfamilienhäusern und der landwirtschaftlichen Umgebung sind. Ausnahme-Typologien am Park und Boulevard brechen Kanten auf und schaffen mehr Bezug und Interaktion. Jedes Baufeld verfügt außerdem über eine eigene grüne Mitte, die zusammen ein Netz von Pocket Parks bilden.

LEBENDIGKEIT 
Die Kombination von Gewerbe und Wohnen erhöht die Aktivität und Lebendigkeit im Quartier. Deswegen befindet sich in jedem Baufeld eine horizontale und vertikale Durchmischung: Gewerbe unten und (Sozial-) Wohnungen oben. An das gleiche Prinzip halten sich auch die Mobility Hubs, in denen neben Mobility Services, auch soziale Nutzungen im EG vorgesehen sind. Außerdem wird das Nachtbarschaftsgefühl durch die Pocket Parks und die Ausrichtung der Gebäude zur Mitte verstärkt. 

GRÜNRAUM 
Der Grünraum erstreckt sich von Nord nach Süd einmal durch das ganze Gebiet und zieht damit Qualitäten der Landwirtschaft bis in die Großstadt. Entlang dieses Green-Ways befinden sich vielfältige Aktivitäten, wie ein Jogging Pfad und Sportplätze, aber auch erholende Freiräume wie ein Japanischer Garten. Außerdem zweigt der Green-Way auch zur S-Bahn-Station ab und flankiert dabei den Urbanen Boulevard.  
Die meisten Flächen im Gebiet sind nicht versiegelt, entweder als erholendes oder als produktives Grün (zB. Nutzgärten). Diese Minimierung von Bodenversiegelungen sorgt auch für eine geringere sommerliche Aufheizung und ein angenehmes Klima im Gebiet.

NACHHALTIGKEIT 
Die effiziente (Wieder-) Verwendung von Ressourcen und die Selbstversorgung spielt eine essentielle Rolle in diesem Entwurf. 
Regenwasser kann in den Retentionsflächen versickern oder gesammelt und für Urban Farming sowie als Grauwasser eingesetzt werden.
Es sind Flächen für Nutzgärten und Gewächshäuser vorgesehen und die überschüssige Ernte wird in der Markthalle verkauft. Bio-Abfälle werden gesammelt, um daraus Düngemittel und Energie durch Biogas zu generieren. Für weitere erneuerbare Energiegewinnung im Quartier sorgen PV-Anlagen auf den Dächern.