Technische Universität Dortmund

Verfasser*in:
Lara Kallies
Thea Schotte
Nina Stoltenberg
Tom Stoltenberg
Ruisi Yu

Technische Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung
Dr.-Ing. Hendrik Jansen, Dr.-Ing. Ilka Mecklenbrauck

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Erläuterungsbericht zum Wettbewerbsbeitrag

EcoUrbiaBerlin

EcoUrbiaBerlin zeigt wie urbanes Leben in der Stadt von Berlin nachhaltig funktioniert. Mit dem Entwurfskonzept wird Wohnraum durch kompakte Stadtstrukturen flächeneffizient geschaffen, um den Versiegelungsgrad gering zu halten und so den Grünflächenanteil zu erhöhen. Durch die Pandemie liegt der Fokus des Entwurfs auf öffentlichen und halböffentlichen Räumen, da angenommen wird, dass diese nach der Pandemie verstärkt angenommen werden. Vor diesem Hintergrund sind Quartiersplätze und ein vielfältiges Angebot an Grünflächen vorgesehen, um den StadtbewohnerInnen ausreichend Begegnungs- und Bewegungsräume zu bieten. 

Grüne und blaue Stadtbausteine finden sich in zentralen wie dezentralen Lagen wieder und tragen somit zu einem gesunden und umweltgerechten Stadtleben bei. Der zentral gelegene Park als grünes Band sorgt, neben der Funktion als Kaltluftschneise, vor allem für Naherholung durch verschiedene Freizeitangebote. Dieses Grünband wird auch dem durch die Pandemie verursachten Bedeutungsgewinn der Bewegung und dem Sport im Freien gerecht, indem Wert darauf gelegt wurde, dass dieser großzügig und vielfältig gestaltet ist. Ergänzend dazu stellen Innenhöfe von Gebäuden halböffentliche Räume dar, die Nachbarschaften und das Gefühl von Urbanität stärken sollen.

In der postpandemischen Stadt sind auch Straßen als qualitätsvoller Begegnungsraum zu verstehen. Dazu ist das Quartier möglichst autoarm zu halten, um Aufenthaltsqualität im Straßenraum für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewinnen. Quartiersgaragen in Verbindung mit Mobility- und Logistic-Hubs sind an zentralen Punkten verortet. Im Straßenraum sind lediglich Zonen zum Be- und Entladen vorgesehen.
Im Hinblick auf nachhaltige Mobilität soll der Straßen-Loop durch autonome Kleinbusse erschlossen sein. Zukünftig sollen diese, neben der Beförderung von Personen, auch Güter transportieren, um die Quartiersstraße von LKWs zu entlasten. Dies ist einerseits mit den von LKWs ausgehenden Immissionen zu begründen und andererseits mit dem Aspekt der Verkehrssicherheit, da auf der Mischfläche der Radverkehr mitgeführt wird. Die Nahmobilität hat indes bei der Fortbewegung höchste Priorität und wird im Sinne „der Stadt der kurzen Wege“ primär durch Dichte, hohe Nutzungsmischung und Durchlässigkeit gesichert.

Nachbarschaftshilfe hat sich während der Pandemie verstärkt gezeigt und soll durch generationsübergreifendes Wohnen aufrechterhalten werden. Seither hat sich auch das Home-Office in vielen Bereichen der Arbeitswelt etabliert. Um dieses Angebot weiterhin fortzuführen, sind in der postpandemischen Stadt neben angepassten Wohnungszuschnitten, Co-Working-Spaces in jedem Block vorgesehen. Nicht zuletzt haben Austausch, Geselligkeit und soziale Begegnung durch die derzeitige Situation an Bedeutung gewonnen. EcoUrbiaBerlin sieht daher Third Spaces für alle Altersgruppen vor wie z.B. nachbarschaftliche Gemeinschaftstreffpunkte und Jugendtreffs.