Einsatz innovativer Technik

Vorreiter in der Energiegewinnung

Die Luft-Wasser-Gasabsorptionspumpen

Als erste deutsche Wohnungsgesellschaft setzt die HOWOGE Luft-Wasser-Gasabsorptionspumpen zur nachhaltigen Erzeugung von Wärme ein. Nach einer Testphase von mehr als zwei Jahren ist die Anlage im April 2012 in den Regelbetrieb übergegangen und versorgt gemeinsam mit einem Spitzenlastkessel insgesamt 120 Wohneinheiten in Berlin-Hohenschönhausen mit der Energie, die für Warmwassererzeugung und Beheizung notwendig ist. Durch die Implementierung dieser neuartigen Anlagenkonfiguration konnte der Gasverbrauch um jährlich rund 275.000 kWh reduziert werden – eine Menge, die die Beheizung von 55 Wohnungen á 60 Quadratmeter für ein Jahr ermöglicht. Die Verringerung der Kohlenstoffdioxid-Emission beläuft sich jährlich auf rund 49 Tonnen, was einer Emissionsmenge von zirka 25 Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr entspricht. Für dieses Engagement hat die HOWOGE Wärme GmbH  verschiedene Auszeichnungen erhalten.

Preise und Auszeichnungen

Nominiertenfilm

Wärme aus Abwasser

Die Abwasserwärmenutzung

Wärmeabsorptionspumpe

Die HOWOGE Wärme GmbH arbeitet kontinuierlich daran, Innovationen im Bereich des aktiven Wärme- und Energiemanagements zu entwickeln. Ein Beispiel ist die Abwasserwärmenutzung. Die von der HOWOGE Wärme GmbH eingesetzteTechnologie nutzt die Wärmeenergie aus dem Abwasser für die Warmwasserversorgung von Wohnungen. Dabei wird mittels der Wärmeenergie des Abwassers das Trinkwarmwasser für die Versorgung der Haushalte zuerst auf 30 Grad vorgewärmt und in einem zweiten Schritt konventionell auf 60 Grad weitererwärmt.

Das Prinzip zahlt sich in verschiedener Hinsicht aus: Die Anlage zur Abwasserwärmenutzung mittels Wärmepumpe erzeugt täglich durchschnittlich 115 kWh Heizwärme. Damit lassen sich 36 Wohnungen mit Trinkwarmwasser versorgen. Im Vergleich zu einem Gaskessel sinkt der Primärenergieverbrauch mit der Wärmepumpenanlage um 48 Prozent. Der Kohlendioxidausstoß kann auf die Hälfte reduziert werden. Für den Einsatz der Abwasserwärmenutzung wurde die HOWOGE Wärme GmbH im Jahr 2009 mit dem Klimaschutzpreis KlimaSchutzPartner Berlin ausgezeichnet.

Energieeffiziente Sanierung

Das Blockheizkraftwerk

Die HOWOGE hat mit der Sanierung von insgesamt 2.400 Wohnungen in Berlin-Buch eines der größten Sanierungsvorhaben in Berlin-Buch umgesetzt. Die Beheizung von rund 90 Prozent des Bestandes erfolgt über umweltfreundliche Fernwärme.
Die im Bestand vorhandene ältere Gaskesselanlage im Objekt Am Sandhaus 24 - 38 in Berlin-Buch wurde im Rahmen der umfassenden Sanierung des Gebäudekomplexes komplett ersetzt. Neben effizienter arbeitenden Brennwertkesseln ist ein Mikro-Blockheizkraftwerk neu installiert worden, welches gleichzeitig Wärme und Strom produziert. Die mit dem Mikro-Blockheizkraftwerk erzeugte Wärme dient der Trinkwarmwasserbereitung. Der erzeugte Strom wird überwiegend für die Versorgung der technischen Anlagen und der Beleuchtung der Häuser verwendet. Ist in den Nachtstunden kaum eine Trinkwarmwassererzeugung notwendig, wird die übrige Wärme in Pufferspeichern für Spitzenzeiten „zwischengelagert“. Durch diese Auslegung werden eine höchstmögliche Betriebslaufzeit des Mikro-Blockheizkraftwerks und eine optimale Stromerzeugung gewährleistet. Bei einer angestrebten Betriebslaufzeit von zirka 7.000 Betriebsstunden pro Jahr werden 38.500 kWh Strom und 87.500 kWh thermische Energie erzeugt. Zum Vergleich: Im Schnitt verbraucht ein herkömmlicher deutscher Single-Haushalt pro Jahr etwa 1.600 Kilowattstunden Strom im Jahr. Ein Reihenhaus mit einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern (ab Baujahr 2002) benötigt rund 12.000 kWh thermische Energie pro Jahr.

Modernste Systeme

Die HOWOGE-Gebäudeleittechnik

Insgesamt 130 Heizungsanlagen der HOWOGE Wärme GmbH sind mit modernster Gebäudeleittechnik ausgestattet. Die Software zur Übertragung und Visualisierung der technischen Vorgänge in der Anlage informiert die Mitarbeiter in der Zentrale schnell und unkompliziert über mögliche Störungsfälle. Dank dieses Systems können auftretende Probleme wie zum Beispiel der Ausfall von Bauteilen, die Unter- oder Überschreitung von Grenzwerten (z. B. Temperaturen) zeitnahe ermittelt und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden. Das macht ein schnelles Eingreifen zur Fehlerbehebung möglich und gewährleistet effektive Abläufe im Energiemanagement. Gleichzeitig realisiert die Gebäudeleittechnik eine langfristige Beobachtung der Anlagenfahrweise über die Speicherung relevanter Daten sowie die Analyse wesentlicher Parameter. Auf diesem Weg lassen sich die Betriebsparameter fortlaufend optimieren, was sich positiv auf die warmen Betriebskosten der Mieter auswirkt.