Kiezgeschichten

Umweltschutz zum Mitmachen
Sep 2016

Grüner wird´s nicht, außer Sie helfen mit!

Der Bezirk Lichtenberg ist voller grüner Oasen. Sie sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern Sie können dort richtig was erleben. Entdecken Sie die Natur vor Ihrer Haustür. Hier sind ein paar Anregungen.

Dorfkate Falkenberg: Hecken schneiden, Kräuter sammeln

Der Förderverein Landschaftspark Nordost hat die Dorfkate Falkenberg – das einzig erhaltende Lehmhaus in Berlin – saniert und zum kulturellen Zentrum mit Café, Kunstwerkstatt und Ausstellungsort ausgebaut. Mitarbeiter der Naturwacht machen regelmäßig Führungen im Regionalpark Barnimer Feldmark. Sie möchten beim Naturschutz mitmachen? Einfach mal fragen, wo man helfen kann – vielleicht beim Verschneiden der Hecken und Streuobstbäume? In den vereinseigenen Ökogärten in Falkenberg und Wartenberg können Bürger zig Gemüse- und Kräutersorten selbst ernten. Immer mehr Berliner machen das. In der Dorfkate können Sie Obst, Gemüse und Kräuter aus den Gärten aber auch bequem einkaufen (Mittwoch und Freitag, 10 bis 17 Uhr).

Förderverein Landschaftspark Nordost e.V.
Dorfstraße 4, 13057 Berlin
Telefon: (030) 924 40 03
www.dorfkate-falkenberg-berlin.de

Naturschutzstation Malchow: Natur sehen, hören, schmecken

Mit Kind und Kegel auf die Streuobstwiesen? Oder im Storchencafé die Ausstellung „LebensRäume“ der Naturschutzscheune bestaunen? Live via Storchen-TV in die Storchennester gucken? All das können Sie in der Naturschutzstation Malchow erleben. Biologische Landwirtschaft, Artenschutz und Umweltbildung sind die Themen des Vereins. Umweltpädagogen machen Führungen und Exkursionen für Kitas, Schulklassen und Familien und bringen Städtern die Natur nahe. Bei einer Exkursion in die Wartenberger Feldmark lernen Sie, Vogelstimmen zu erkennen und zu imitieren. Kleingärtner können einen Baumschnittkurs auf der Streuobstwiese belegen.

Förderverein Landschaftspark Nordost e.V.
Dorfstr. 35, 13051 Berlin
Telefon: (030) 92 79 98 30
Besuchszeiten ohne Anmeldung:

  • Naturhof, Mo–Fr 10–17 Uhr,
  • Sa/So 12–17 Uhr
  • Storchencafé, Mi–So 12–17 Uhr
  • Hofladen, Mi–So 10–17 Uhr

NABU Berlin: Mit Schaufel und Eimerchen zum Biesenhorster Sand

Einst war er Birkenwald, Acker, Flugplatz und Militärgelände. Heute ist der Biesenhorster Sand wertvolles Areal für eine Vielzahl gefährdeter und geschützter Tier- und Pflanzenarten. Der NABU Berlin organisiert regelmäßig Pflegeeinsätze auf dem 108 Hektar großen Gelände. Aber nicht nur dort. Die Bezirksgruppe Lichtenberg-Hohenschönhausen pflegt auch die Kleingewässer im Landschaftspark Herzberge.

NABU Berlin
Bezirksgruppe Lichtenberg-Hohenschönhausen
Telefon: (030) 98 60 83 70
www.berlin.nabu.de/wir-ueber-uns/bezirksgruppen/lichtenberg-hohenschoenhausen

Deerspotting: Wildtiere melden

In Berlin sagen sich Fuchs und Feldhase nicht nur „Gute Nacht“ – sie sind auch sehr aktiv. In unserer Stadt sind derzeit über 200 frei lebende Säugetier- und Vogelarten registriert. Zoologen erforschen das Leben der Wildtiere, die sich bestens an ihre Umgebung in der Metropole angepasst haben. Um einen Überblick über die in Lichtenberg lebenden Tiere zu bekommen, hat das Amt für Natur und Umwelt das Projekt „Wildtierkartierung“ gestartet. Hier werden alle gesichteten Wildtiere notiert, sodass sich daraus eine detaillierte Karte für die Verbreitung einer bestimmten Art erstellen lässt.

Sie können die Wissenschaftler unterstützen, indem Sie Ihre Tierbeobachtungen melden. Lebt ein Fuchs in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft? Sehen Sie beim Joggen regelmäßig eine Herde Rehe? Dann tragen Sie diese Informationen online in die Lichtenberger Wildtierkarte ein. Auf einer Liste mit 16 Tierarten können Sie Ihre Beobachtung vermerken – von Biber bis Zwergmaus. So tragen Sie dazu bei, den Naturschutz besser auf die heimische Tierwelt abzustimmen.

Weitere Informationen zu „Wildtieren in der Stadt“ auf www.berlin.de

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