Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Verfasser*in:
Natalie Grothe
Saskia Janz

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Fakultät für Architektur, Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft
Prof. Markus Neppl

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Erläuterungsbericht zum Wettbewerbsbeitrag

PLUG AND PLAY

flexible to form future needs

konzept
Um ein allgemeines Schema für das Planungsgebiet an den Stadträndern Berlins zu formen, entwickelte der Entwurf „Plug and Play“ ein modulares Konzept, welches flexibel auf den inneren und äußeren Kontext reagieren kann. Grundlage für das urbane Stadtquartier ist ein städtebaulicher Katalog, der auf Parametern aufgebaut ist. Der Entwurfskatalogs besteht aus vier Makro-Plug-Ins, welche in ihre Einzelteile -Mesos+Mikros- zerlegt werden können. Diese können auf die spezifischen Anforderungen, welche in der Heatmap markiert sind, reagieren und sind individuell auf den jeweiligen Feldern austauschbar. Ein Raster, welches auf sämtliche Plug-Ins abgestimmt ist, bildet die Grundlage für die Platzierung aller Bausteine. Diese sind flexibel und vielfältig mit ihrer Typologie kombinierbar. 

trails
Das Thema -die Straße als Lebensraum- wird durch die Trail-Plug-Ins unseres Kataloges geschaffen. Wichtig für den Entwurf ist, ein urbanes und lebendiges Wohnquartier zu entwickeln, in dem alle Elemente miteinander interagieren können. Die Trails bilden ein Verbindungselement innerhalb des Quartiers, um Plätze und Freiflächen funktional zu koppeln. Um die Straße als Lebensraum zu aktivieren, werden die Trails mit Sport und Spiel Themen gestaltet. Eine Fahrradschnellstraße verteilt den Radverkehr von den Transit-Plugs und der S-Bahn Haltestelle in die Wohngebiete.  

plätze
Die Platz-Module ergeben sich in ihrer Maßstäblichkeit aus dem Raster der Makro-Baufelder. Jeder Platzbaustein bekommt ein individuelles Thema zugeordnet. Durch diese entstehen Treffpunkte innerhalb der Teilquartiere. 

grünraum
Durch vier unterschiedliche Freiflächenkonzepte entstehen ökologisch qualitative Grünräume. Die Bewohner profitieren von der Natur in ihrem direkten Umfeld. Durch die Einrichtung von halböffentlichen dezentralen Grünflächen für die Makro-Gemeinschaften, soll der Zusammenhalt durch deren gemeinsame Nutzung gestärkt werden.

nachhaltigkeit
In die Gemeinschaften der Makros sollen Nachhaltigkeitsmodule integriert werden. Die Nachhaltigkeitsmodule schaffen in den Gemeinschaften eine Kreislaufwirtschaft. Das Konzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und kombiniert eine Vielzahl innovativer Technologien.

nutzungen
Der zentrale Boulevard wird durch gewerbliche Nutzungen bespielt und verbindet die anknüpfenden Gebiete miteinander. Im Quartier sind die Erdgeschosszonen einzelner Gebäude für Gewerbe an der Hauptverkehrsstraße vorgesehen. In den Quartiersgaragen wird das Erdgeschoss durch öffentliche Funktionen bespielt, um diese zu einem Hotspot des alltäglichen Lebens zu entwickeln. 

verkehr
Der motorisierte Individualverkehr wird auf ein Minimum reduziert. Im Hinblick auf die Mobilitätswende werden vier Transit-Plugs  platziert, welche den Übergang auf nachhaltige Verkehrsmittel innerhalb des Gebiets ermöglichen. Ziel ist es, die Straße als Lebensraum zurückzugewinnen und eine hohe Durchwegbarkeit für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.