4. Platz - Gewers & Pudewill GmbH

Bild – Gewers & Pudewill GmbH

Stadtplanungs- / Architekturbüro: 
Gewers & Pudewill GmbH

Landschaftsarchitekturbüro: 
Pia von Zadow Landschaftsarchitekten

Städtebauliche Leitidee, Einfügung in die Umgebung

Das Konzept zielt auf eine „starke eigene Identität am Standort, der in einem heterogenen Umfeld eigene Qualitäten und Stärken entfaltet“, ab. In diesem Sinne entfaltet sich die Bebauung im Raum frei von rektangulären, orthogonalen Bezugslinien.

Auf eine direkte Wegebeziehung aus dem Quartiersinneren zum Volkspark wird verzichtet.

Baulich-räumliche Gliederung, Gebäudetypologie

Im Süden und Osten führt eine VIII-geschossige „Mantelbebauung“ leicht mäandernd an den beiden Hauptstraßen entlang. Diese Einfassung wird westseitig, unterbrochen durch zwei Abstandsfugen, analog fortgeführt.

Die freistehenden VI-geschossigen Gebäudezeilen im Inneren des Quartiers bilden zum nördlich angrenzenden Kleingartengebiet einen weitgehend offenen Rand. Breite, EG-hohe Durchgangsöffnung an der Kreuzungsecke. Die Bebauung ist weitestgehend frei von Abstandsflächenüberschneidungen.

Gebäudenutzungen, Wohnungstypologie

Die Treppenhäuser/Wohnungen der ostseitigen Mantelbebauung werden vom äußeren Quartiersrand aus erschlossen, alle anderen Wohnungen haben Treppenhäuser, die von den inneren Freiräumen des Quartiers aus erschlossen werden. Von z.T. erweiterten Treppenhäusern aus können bis zu 7 Wohnungen erschlossen werden. Ein Teil der EG-Wohnungen verfügt über Vorgärten/Mietergärten.

Die östliche der inneren Gebäudezeilen nimmt im EG die Kita mit westseitigen Freianlagen auf. Das studentische Wohnen wird im Mittelabschnitt der ostseitigen Mantelbebauung angeordnet.

Freiraumkonzept

Die das Quartier umgebenden Grünstrukturen sollen sich in das Wohngebiet hinein fortsetzen.

Die quartiersinternen Freiräume bilden ein zusammenhängendes Raumgefüge.

In den zwei größeren inneren Freiräumen sind Spiel- und Verweilbereiche mit unterschiedlichen Aufenthaltsangeboten vorgesehen. Versickerungsmulden längsseits zu einzelnen Gebäuden.

Erschließungs- und Stellplatzkonzept

Die von der Hohenschönhauser Straße aus vorgegebene Zufahrt wurde beachtet.

Die Straßenzufahrt vom Weißenseer Weg aus teilt sich auf in eine Tiefgaragenzufahrt und einen um den Nordkopf der Mantelbebauung herumführenden, befahrbaren Anliegerweg.

Die westseitig zum Kleingartengebiet führende öffentliche Straße wird von beidseitigen Querstellplätzen gesäumt.

Der Freiraum südseitig entlang der Hohenschönhauser Straße nimmt eine Nebenfahrbahn mit Längsstellplätzen auf. Die Mantelbebauung wird mit einer vierreihigen Tiefgarage unterbaut.

Sonstiges, Besonderheiten

Horizontalgliederung der Mantelbebauung und östlichen Randzeilen durch jeweils zwei aufeinander gesetzte, leicht gegeneinander mäandrierend verlaufende Baukörper.