Sackmann Payer Architekten

Stadtbauplan-/ Architekturbüro: 
Sackmann Payer Architekten PartGmbB, Berlin und Beatriz Alés Gregori (Beatriz Alés Atelier), Berlin
Catherine Folawiyo, Daniel Payer, Dominic Sackmann, Tayfun Saman, Beatriz Alés Gregori
www.sackmannpayer.com

Landschaftsarchitekturbüro: 
Beatriz Borque Badenas (Borque Mariné Arquitectes), Barcelona
Beatriz Borque Badenas
www.arquitecturacatalana.cat/es/autores/beatriz-borque-badenas

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Erläuterungsbericht zum Wettbewerbsbeitrag

Die Leitidee für den Entwurf eines fiktiven Quartiers am Stadtrand von Berlin ermöglicht eine einfach anwendbare Grundstruktur, welche mit wenigen städtebaulichen und freiraumplanerischen Werkzeugen eine Vielzahl von unterschiedlichen Situationen und attraktiven Räumen bildet, um somit auf unterschiedliche Kontexte und sich verändernde Anforderungen passgenau reagieren zu können.

Das Quartier teilt sich in vier Cluster aus aufgelockerten Blockrandbebauungen mit vereinzelten Solitären auf. Zwischen den Clustern bilden öffentliche Plätze mit Pocketparks die Quartiersmitten als besondere Orte der Begegnung, Treffpunkte zum Informationsaustausch und zum Verweilen.

Die sich ineinander verzahnenden Baufelder der Cluster lösen sich von der Strenge des orthogonalen Rasters und schaffen spannungsreiche Raumsequenzen. Die Cluster werden durch den Urbanen Loop miteinander verbunden. Der Loop ist ein verdichteter, urbaner Raum dessen attraktive Raumfolge den Alltag aller Anwohner*innen prägt. In einer Folge von verschiedenen, charakteristischen Plätzen und Straßenräumen, einer Perlenkette gleichend, entsteht dem menschlichen Maßstab entsprechend eine wohnliche vertraute, aber dennoch lebendige Atmosphäre.

Die zentrale „Grüne Mitte“ dient den Bewohner*innen des neuen Quartiers als Naherholungsraum und vernetzt sich durch Grüne Finger mit den angrenzenden Quartieren.

Im Inneren der Blöcke schafft der stark durchgrünte Raum der Wohn-, Spiel- und Gartenhöfe Möglichkeiten zur Regenwasserversickerung sowie diverse Aufenthalts- und Treffpunkte. Siedlungsöffentliche Bereiche, private Rückzugsmöglichkeiten in einigen Erdgeschosszonen, Gemeinschaftsgärten und Spielplätze bilden hier ein ausdifferenziertes Aufenthalts- und Nutzungsangebot.

Die städtische Blockstruktur schafft eine Stadt der kurzen Wege, erlaubt Flexibilität und Dichte und lässt eine ganze Reihe unterschiedlicher Gebäudetypologien zu. Diese können in einer bunten Mischung entwickelt werden, ohne die strukturelle Logik des städtischen Gefüges zu beeinträchtigen - die Robustheit des Gesamtkonzepts ist die Basis, von der aus eine dynamische Umsetzung erfolgen kann.

Die Körnung und Höhenentwicklung der Blöcke reagiert auf die benachbarten Quartiere und Landschaftsräume und nimmt diese, in Form eines urbanen, dichten Areals, in Gebäudetypologien, Gliederung und Abmessungen in angemessener Weise auf. Dabei wird sowohl auf die Belange der Frischluftzufuhr als auch auf die Position der Lärmquellen insbesondere von der westlichen S-Bahn und Hauptverkehrsstraße reagiert.

Zwei an den Rändern liegende Quartiersgaragen, welche mittels eines zusätzlichen Sharing-Angebots sowie ergänzenden gewerblichen Nutzungen als Mobility-HUB ausgebildet werden, ermöglichen ein weitestgehend autofreies Quartier. Der Fokus der Gestaltung sämtlicher Verkehrsräume liegt auf Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln, wie z.B. einen elektronischen Quartiersbus.