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Sonnenstrom vom Dach - Wohnungsbaugesellschaften und Stadtwerke mit gemeinsamem Ziel: Mieterstrom-Plattform soll preiswerte Öko-Energie zugänglich machen

20. Nov 2017

Kaum ein Prozent des Stroms wird heute auf den Berliner Dächern gewonnen, 25 Prozent wären möglich. Eine Mieterstrom-Plattform soll dazu beitragen, dass diese Lücke rasch ge-schlossen wird. Die Berliner Stadtwerke und die sechs kommunalen Wohnungsbaugesell-schaften gehen dazu gemeinsam an den Start. Zusammen sollen auf den Dächern Sonnen-kraftwerke gebaut werden, deren Ökostrom die Mieter in den Häusern kostengünstig bezie-hen können. Über diese Kooperation, die auch der Erreichung der Berliner Klimaschutzziele dient, haben sich die degewo AG, die GESOBAU AG, die Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH in einer heute zusammen mit den Stadtwerken sowie dem Land Berlin unterzeichneten Absichtserklärung verständigt.

Das Netzwerk lädt weitere Partner ausdrücklich ein

„Wir fangen nicht bei Null an, sondern haben alle schon gute Erfahrungen mit Mieterstrom-projekten, die wir entweder allein oder auch mit Partnern umgesetzt haben", sagt GESO-BAU-Chef Jörg Franzen stellvertretend für die Berliner Wohnungsgesellschaften.

Berlins Energiesenatorin Ramona Pop: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit den Landesun-ternehmen und allen voran mit den Berliner Stadtwerken Impulse für eine beschleunigte Um-setzung der Energiewende in der Stadt zu setzen. Mit dieser Plattform, einem Netzwerk von engagierten Praktikern für nachhaltige und bezahlbare Energie von unseren Dächern, star-ten wir jetzt den Turbo für diese dezentrale Zukunftstechnik. Wir wollen, dass die Energie-wende Fahrt aufnimmt und wir wollen die Akteursvielfalt für kreative Ideen und Erfolgsme-thoden. Daher ermuntere ich weitere Firmen aus der Energie- und Immobilienwirtschaft, da-bei zu sein."

Die Berliner Stadtwerke wirken in der netzwerkartigen Plattform als Katalysator und ergän-zen die Kompetenz der Energie-Töchter der Wohnungsbaugesellschaften. Sie investieren Landesmittel in sinnvolle Infrastrukturmaßnahmen und lassen die Mieter an der Energiewen-de teilhaben. In der jetzt bekundeten Zusammenarbeit sollen die Potenziale der Immobilien für Photovoltaik (PV) entwickelt, Anlagen gebaut und betrieben und der Strom direkt vor Ort an die Mieter vertrieben werden. Das Prinzip des Netzwerks: Jeder macht das, was er am besten kann; die Wohnungsbaugesellschaften kennen ihre Häuser und Mieter besser als jeder andere, die Stadtwerke haben das PV-Know-how.

„Der Grundstein ist gelegt", so Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer. „Jetzt checken gemeinsame Teams der sieben Gründer alle Dächer der Partner auf solare Eignung, entwi-ckeln Standard-Verträge und loten weitere Kooperationsmöglichkeiten aus." Hierzu gehören etwa Modelle für die gemeinsame Nutzung von Strukturen vom Einkauf bis zur Vermarktung und für den Einbezug bereits vorhandener Strommarken der Wohnungsbauunternehmen.

 

Foto  (v.l.n.r): 
Ingo Malter, Geschäftsführer STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH,
Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon,
Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer,
Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH,
Berlins Senator für Finanzen, Matthias Kollatz-Ahnen,
Snezana Michaelis, Vorstand Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin,
Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH,
Berlins Senatorin für Energie, Ramona Pop,
Jörg Franzen, Vorstandschef der GESOBAU AG sowie
Christoph Beck, Vorstand der degewo AG.

Foto: Berliner Stadtwerke 

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