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Modernisierung durch die HOWOGE in Berlin Buch

12. Jan 2011

Offener Brief


Berliner Mieterverein
Geschäftsführer
Herrn Reiner Wild
Behrenstraße 1 C
10117 Berlin

Modernisierung durch die HOWOGE in Berlin Buch

Sehr geehrter Herr Wild,

in der Berliner Zeitung vom 10.01.2011 werden Sie bezüglich unzumutbarer Mieterhöhungen nach Modernisierung von Gebäuden der HOWOGE in Berlin Buch zitiert. Gestatten Sie uns dazu einige erläuternde Bemerkungen.

Bei der erwähnten Wohnung handelt es sich um eine von insgesamt acht Wohnungen von ca. 1.200 Wohnungen mit Sanierungsbeginn im Jahr 2011, die über eine deutlich überdurchschnittliche Ausstattung und Größe verfügen. Diese Wohnung hat beispielsweise zwei Balkone und zwei separate Bäder. Aufgrund dieser Tatsache ergibt sich eine im Vergleich zu normal ausgestatteten Wohnungen höhere Miete. Somit handelt es bei den Mietern H. um einen besonderen Einzelfall, der nicht exemplarisch für die Modernisierungsmaßnahme herangezogen werden kann.

In den jetzt angekündigten Bauvorhaben betragen die Mietsteigerungen je nach Wohnungsgröße ansonsten durchschnittlich zwischen 1,36 EUR/m² und 1,49 m².

Verwundert sind wir über Ihre Auffassung, dass in Modernisierungsankündigungen der Mietspiegelhöchstwert um 20 Prozent überschritten wird. Wir haben für die Wohnung aus Ihrem Beispiel einen Höchstbetrag von 5,59 m² ermittelt. Dieser setzt sich zusammen aus dem Oberwert laut Mietspiegeltabelle zum Berliner Mietspiegel 2009, Feld J 10, mit 5,07 m² zuzüglich 0,24 m² für ein modernes Bad sowie 0,28 m² für ein zweites WC in der Wohnung. Einschließlich der errechneten Energieeinsparung in Höhe von 0,42 m² ergibt sich der gekappte Wert von 6,01 m². Weder in diesem Fall noch bei den 6,38 m², die für alle umlegbaren Modernisierungskosten errechnet wurden, ergibt sich somit eine Überschreitung um 20 Prozent.

In den Anschreiben zu der Modernisierungsankündigung haben wir alle Mieter darauf aufmerksam gemacht, dass der Abschluss individueller Modernisierungsvereinbarungen möglich und unsererseits auch gewünscht ist. Bereits im Vorjahr abgeschlossene Modernisierungsvereinbarungen behalten je nach Wunsch der Mieter ihre Gültigkeit. Die durch die Rücknahme der Modernisierungsankündigungen im Jahr 2010 abgebrochenen Gespräche mit den Mietern bzw. ihren Vertretern werden ebenfalls wieder aufgenommen, so auch mit den von Ihnen vertretenen Mietern H. Da hier offensichtlich ein Härtefall vorliegt, stehen wir in diesem Einzelfall unverändert zu unserem Angebot von 5,30 m².

Da es unsere erklärte Absicht ist, die bevorstehenden Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten in den Jahren 2011 bis 2013 zur deutlichen Verbesserung der Wohnqualität und -situation unserer Mieter und im konstruktiven Dialog mit diesen zu realisieren, ist uns die Kommunikation auf allen Ebenen ein wichtiges Anliegen. Wie bereits erwähnt, bieten wir auch für die von Ihnen herangezogene Beispielwohnung den Mietern individuelle Gespräche an, um in besonderen Härtefällen ein adäquates Wohnen in Buch auch in Zukunft zu gewährleisten. So führen wir neben zahlreichen individuellen Gesprächen zu jedem Bauvorhaben Mieterversammlungen zur detaillierten Erläuterung der Modernisierungsankündigungen durch. Die ersten dieser Versammlungen finden am 17. und 24. Januar 2011 jeweils 18.00 Uhr im Künstlerhof in Buch statt.

Gern möchten wir die Gelegenheit nutzen, Sie und Ihre Mitarbeiter mit unseren geplanten Vorhaben und den für die Mieter wichtigen Ergebnissen vertraut zu machen. Wir würden uns freuen, wenn wir uns kurzfristig zu einem Gespräch mit Ihnen verabreden könnten. Unsere Sekretariate sollten die Terminabstimmung vornehmen.

Da die erwähnte Presseveröffentlichung naturgemäß einen großen Adressatenkreis erreicht hat, gestatten wir uns diesen Brief auch den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Finanzen, dem Bezirksamt Pankow, unserem Mieterbeirat in Berlin Buch, dem BBU, den Mitgliedern des Aufsichtsrates der HOWOGE sowie der Berliner Zeitung zuzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

HOWOGE
Wohnungsbaugesellschaft mbH

Dr. Baumgarten     ppa. Wagner

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