Leistungsstärke für Berlin

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HOWOGE-Planungen für 64 Meter Wohnhochhaus werden konkret

09. Okt 2018

Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH hat jetzt den Zuschlag für den Bau des „Q218“, eines 64 Meter hohen Wohnhochhauses mit mehr als 390 Mietwohnungen an der Frankfurter Allee 218 im Berliner Bezirk Lichtenberg an den Baukonzern PORR erteilt. Mit der erstmaligen Vergabe im Rahmen einer Innovationspartnerschaft setzt die HOWOGE in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe: Das „Q218“ ist nicht nur der derzeit höchste Neubau einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mit einem Anteil von 50 Prozent gefördertem Wohnraum. Auch das Tempo der Auftragserteilung ist für ein öffentliches Vergabeverfahren beachtlich: Nur fünf Wochen nach dem abschließendem Jury-Termin wurde der Zuschlag erteilt.

Der Zuschlag an PORR als Generalübernehmer erfolgte unter anderem auf Grundlage eines Architektur-Wettbewerbs im VOB/A-Vergabeverfahren. Der prominent besetzten Jury gehörten neben Vertretern des Senats und des Bezirks auch namhafte Architekten an. Im jetzt abgeschlossenen Partnering-Vertrag wurde – anders als bei üblichen Vergaben – noch nicht das abschließende Bausoll festgelegt. Konkret vereinbart wurden lediglich die Planungsleistungen sowie ein erstes Konzept auf Basis von Mindestanforderungen. Festgelegt ist allerdings die Obergrenze der Kosten. Die Abstimmung der finalen Leistungsbeschreibung für die Bauphase erfolgt in der jetzt einsetzenden Entwicklungsphase („partnering“), in der HOWOGE und PORR das Bauvorhaben gemeinsam weiter entwickeln und optimieren. Das Partnering schließt mit einer Festpreisfindung ab. Unterstützt wird das Partnering-Modell durch den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) während des gesamten Projektverkaufs.

Der Entwurf von Baumschlager Eberle Architekten sieht den Bau des Wohnhochhauses als 22-geschossigen Solitär auf einem Baufenster von 29 x 52 Metern auf dem 4.600 Quadratmeter großen Grundstücks vor. Das Gebäude untergliedert sich in einen dreigeschossigen Sockelbereich, eine 15-geschossige Mittelzone und eine 4-geschossige obere Zone. Es werden rund 22.000 Quadratmeter Wohnraum geschaffen, davon rund 2.000 Quadratmeter Sonderwohnen für betreutes Wohnen, Studentenwohnen oder co-working spaces. Mehr als drei Viertel der Wohnungen werden 1-2-Raum-Wohnungen zwischen 35 und 54 Quadratmeter sein. Städtebaulich herausfordernd sind die Lage, der Zuschnitt und die Topographie des Grundstücks, das an der viel befahrenen Frankfurter Allee direkt am S-Bahnhof Lichtenberg gelegen von drei Seiten durch Straßen- und Bahnverkehr belastet ist.

HOWOGE-Geschäftsführerin Stefanie Frensch erklärte: „Mit dem Abschluss der ersten Innovationspartnerschaft im sozial verpflichteten und städtischen Wohnungsbau gehen wir bewusst neue Wege, um auch in Zukunft kostengünstigen, flächeneffizienten Wohnraum in hoher entwurflicher  Qualität realisieren zu können. Der partnerschaftliche Ansatz setzt bei allen Beteiligten eine hohe Disziplin und großes Vertrauen voraus, kann aber in Zeiten knapper Grundstücke und steigender Baukosten zukunftsweisend sein.“

Marko Lehman, Leiter der PORR-Niederlassung Berlin, ergänzte: “Wir freuen uns auf die Herausforderung und sind gespannt auf die neuartige Partnerschaft mit der HOWOGE. Mit Stolz erfüllt uns auch das eindeutige Votum der Jury, die die architektonische Qualität des Entwurfs gewürdigt hat. Es gelingt uns damit, auf einem schwierigen Grundstück nachhaltigen und innovativen Wohnraum zu schaffen.“

Für das Neubauprojekt liegt ein positiver Bauvorbescheid des Bezirksamtes vor. Mit dem Bau könnte nach Abschluss der Planungen und der Erteilung der Baugenehmigung noch im Jahr 2019 begonnen werde

 

Q 218: Zahlen und Fakten

 

Adresse:

Frankfurter Allee 218, 10365 Berlin

Projekt:

Wohnhochhaus mit 64 m Höhe, 22 Geschossen und ca. 390 WE

Grundstücksgröße:

ca. 4.600 m²

Baufenster:

ca. 1.560 m²

BGF:

ca. 34.000 m²

Mietfläche:

ca. 22.000 ², davon 2.000 m² Sonderwohnen für betreutes Wohnen, Studentenwohnen oder co-working spaces

600 m² Gewerbe

 

Wohnungsmix: 

1-4-Raum-Wohnungen zwischen 35 und 95 m²

Besonderheiten:

Erste Innovationspartnerschaft im Wohnungsbau.

Bislang höchster Wohnungsneubau einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft in Berlin.

Erstes Wohnhochhaus mit 50% geförderten Wohnungen.

 

Partner:

 

 

Projektsteuerung:

Drees & Sommer Projektmanagement und bautechnische Beratung GmbH, Berlin

 

Beratung im Vergabeverfahren:           

GSK STOCKMANN Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB, Berlin

Architekten des GÜ/ Entwurfsverfasser:           

Prof. Gerd Jäger, Baumschlager Eberle Architekten, Berlin

Jury-Mitglieder:

SachpreisrichterInnen

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin Berlin

Stefanie Frensch, HOWOGE-Geschäftsführerin

Birgit Monteiro, Stellv. Bezirksbürgermeisterin von Lichten-berg und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung Soziales, Wirtschaft und Arbeit

Klaus Güttler-Lindemann, stv. Amtsleiter Stadtentwicklungsamt Lichtenberg

 

FachpreisrichterInnen

Frank Buken, pbp Architekten, Hamburg

Johannes Kressner, Kleihues+Kleihues Architekten, Berlin

Claudia Meixner, MeixnerSchlüterWendt Architekten,

Frankfurt

Justus Pysall, Pysall Architekten, Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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