Ricarda Kintzel - Leben und Lernen auf dem Campus Schulstraße

Entwurfsidee und städtebauliches Konzept

Die Schule ist als „Lernlandschaft“ beziehungsweise Campus mit mehreren einzelnen, klar definierten Baukörpern konzipiert. Die Schüler*innen entwickeln einen starken Bezug sowohl zu „ihrem“ jeweiligen Haus als auch zum verbindenden Außenraum.

Der Campus entsteht durch das Fortführen zweier Achsen aus dem Stadtraum, welche die zum Volumen erhobene Grundstücksfläche in einzelne Baukörper aufteilen. So werden sowohl fünf eigenständige Gebäude geformt, als auch differenzierte Außenräume mit spezifischen Aufenthaltsqualitäten für Kommunikation, Begegnung, Ruhe, Rückzug, Lernen und Bewegung geschaffen.

Räumliche Organisation

Das offene Zentrum des Campus' bildet der polygonale Schulhof, der über verschiedene Wege von außen zugänglich ist. Die einzelnen, ein- bis viergeschossigen Häuser werden von hier aus betreten. Jedes Gebäude hat eine eigene Funktion: Sporthalle, Fachraumhaus, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II sowie Mensa/Mehrzweck. Die Erschließung erfolgt jeweils durch ein offenes Treppenhaus mit Aufzug.

Compartments

Es gibt zwei unterschiedliche Compartment-Typen für die Sekundarstufen I und II, deren Gemeinsamkeit jeweils in einem großen zentralen Forum besteht. Das Compartmenthaus für die Unterstufe gibt den Schüler*innen eine klare Struktur vor, während die zusammengeschalteten Compartments des „Oberstufenhauses“ mehr Raum zum selbstständigen Lernen und Kommunizieren ermöglichen. In Analogie zum Außenraum bieten die polygonalen Grundrisse der Compartmenthäuser Flächen mit ganz unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten für Teamarbeit, Einzelarbeit, Kommunikation oder Rückzug.