Lisa Rodig - Gymnasium Wedding, Schulstraße - Commoning

Entwurfsidee und städtebauliches Konzept

„Commoning“ steht für eine gemeinschaftliche Form urbanen Lebens und Lernens. Die Entwicklung von Gemeinschaft ist der Leitgedanke dieser Schule, die als Stadtbaustein unterschiedliche Alters- und Gesellschaftsgruppen durch gemeinsam genutzte Einrichtungen zusammenführt.

Im Nordosten des Grundstücks gibt der Schulbau einem Vorplatz als Quartierstreffpunkt Raum. An der ruhigeren Iranischen Straße entsteht ein Schulgarten, der neben den schulischen Aktivitäten auch von der Nachbarschaft genutzt werden kann. Die durch den Baukörper abgeschirmten Bereiche im Süden und Westen sind für den Schulhof und die Sportplätze vorgesehen.

Räumliche Organisation

Das Erdgeschoss mit Verwaltungstrakt und Mehrzweckbereichen ist öffentlich zugänglich, von hier aus wird auch die Sporthalle erschlossen. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Fachräume sowie eine Bibliothek mit Arbeitsplätzen. Die obersten beiden Geschosse sind als Compartmentebenen ausgebildet. Sie geben neben den Stammgruppen-, Teilungsräumen und Foren der einzelnen Compartments auch einer großzügigen Gemeinschaftsfläche Platz.

Compartments

In den beiden oberen Ebenen sind die Compartments jeweils hinter dem entsprechenden geschlossenen Funktionsbereich mit Nottreppenhäusern, Lagerräumen und Sanitäranlagen angeordnet. So können die Schüler*innen „ihr“ Compartment als eigenen abgeschirmten Rückzugsbereich erleben. Dabei sind zwei Stammgruppenräume mit je einem Teilungsraum sowie über das Forum miteinander verbunden. Der Unterricht sowohl in einem Gruppen- oder Teilungsraum als auch auf dem Forum stattfinden. Zwischen den Funktionsbereichen entstehen zudem weitere, flexibel nutzbare Nischenräume.