Partizipation Carlo-Schmid-Oberschule

Bild – Frontansicht der Schule

Partizipationsverfahren

Koordination: die raumplaner, Berlin

Verfahren: dreistufiges Workshop-Verfahren

Beteiligte:  Schulgemeinschaft bestehend aus Schulleitung, Verwaltung, Lehrkräften und Schüler*innen, Elternvertretung, Vertreter*innen des Bezirksamt Spandau, HOWOGE, Generalplaner Thoma Architekten

Anlass und Ziel

„Wir wären viel stärker, wenn das Gebäude passen würde“ (Stellvertretene Schulleitung)

Schlechte Gebäudesubstanz, Schadstoffbelastung und Räume ohne ausreichende natürliche Belichtung und Belüftung erschweren den Schulalltag in der Carlo-Schmid-Oberschule. Das besondere Schulprofil der Naturwissenschaft, Kunst und Musik bedingt einen besonderen Raumbedarf, den der Gebäudebestand derzeit nur schlecht abbilden kann. Viele Einzelmaßnahmen in den letzten Jahren haben die Situation an der Schule nur bedingt verbessert. Daher ist es notwendig neben den reinen baulichen Maßnahmen zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen ein ganzheitliches Sanierungskonzept zu entwickeln, welches auch die räumlichen Anforderungen des derzeitigen Schulkonzeptes berücksichtigt.

Informationen zum Projekt Carlo-Schmid-Oberschule

Der Partizipationsprozess

Workshop 1
Bild – Menschen an einem Tisch beim Stärken-Schwächen-Workshop

Bestandsanalyse

Für ein umfassendes Bild des Ist-Zustandes der Schule stellte die Schulgemeinschaft in einem ersten Termin ihr pädagogisches Konzept und ihre Besonderheiten vor. In einem Stärken-Schwächen-Workshop wurden erste Handlungsbedarfe ermittelt. Was soll beibehalten oder ggf. verbessert werden und wo liegen klare Defizite, die den Schulalltag erschweren? Ein immer wieder kehrendes Problem ist die mangelhafte Gebäudesubstanz und eine daraus resultierende schlechte Lernumgebung. Fehlende oder zu kleine und nicht ausreichend ausgestattete Räume erschweren die Umsetzung der besonderen Profilbildung der Schule. 

 
Copyright: die raumplaner

Workshop 2
Bild – Stärken-Schwächen-Analyse mit Hilfe von Papierkärtchen

Bedarfsanalyse

Die gesammelten Ergebnisse des ersten Workshops wurden durch die Planer in eine SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Potentiale-Risiken) übertragen. Aus dieser Stärken-Schwächen-Analyse und im Abgleich zum derzeitigen pädagogischen Konzept sollten die Beteiligten ein Leitbild für die Sanierung der Schule verfassen. Dieses Leitbild definiert Zielanforderungen an das künftige Raumkonzept. Gespiegelt am derzeitigen Raumbestand wurden mit Hilfe der Zielanforderungen die besonderen Raumbedarfe sowie fehlende Räume im Allgemeinen herausgearbeitet. Welche Räume fehlen konkret um das pädagogische Profil der Schule umzusetzen?

 
Copyright: die raumplaner

Workshop 3
Bild – Raumplan

Raumnutzungswerkstatt

Im dritten Workshop wurden die herausgearbeiteten Bedarfe an der räumlichen Bestandsaufnahme und dem Musterraumprogramm gespiegelt. In einem ersten Funktionsschema wurden Nutzungen und Räume konkret verortet. Diese Funktionsverteilung der Nutzungen bildete die Grundlage zur Diskussion wie diese dem pädagogischen Konzept, der Organisation der Schule gerecht wird, aber auch wie vielfältig beispielsweise Räume mit einer Doppelbelegung genutzt werden können und so eine effizientere Raumgestaltung erreicht werden kann.

Im anschließenden Sanierungskonzept werden diese Ergebnisse mit der baulichen Bestandsaufnahme abgeglichen und Varianten zur Sanierung der Schule erarbeitet. Hierbei wird geprüft inwieweit ggf. Gebäudeteile zurückgebaut und / oder Ersatz- und Erweiterungsbauten notwendig werden.   

 
Copyright: die raumplaner

Ergebnis