Aufgabe & Wettbewerbsverfahren

Grundstück

Allee der Kosmonauten
10315 Berlin

Allgemeine Daten

Jurytermin: 15.02.2019
Sprache: DE
Art des Verfahrens: Nichtoffener Realisierungswettbewerb (RPW 2013) mit anschließendem Verhandlungsverfahren gem. der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV)
Teilnehmerzahl: 14

Anlass und Ziel

Angesichts vermehrter Bevölkerungszuwanderung und zunehmender Geburtenzahlen steht das Land Berlin vor der Aufgabe, einen steigenden Bedarf an Schulplätzen innerhalb kurzer Zeit zu decken. Aufgrund der großen Anzahl der kurzfristig zu errichtenden Schulneubauten soll der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH die Aufgabe übertragen werden, einen Teil der Projekte im Sekundarschulbereich zu realisieren.

Die HOWOGE beabsichtigt, durch den Realisierungswettbewerb für den Standort Allee der Kosmonauten 22 im Bezirk Lichtenberg von Berlin ein beispielgebendes Konzept für den Neubau Integrierter Sekundarschulen (ISS) und Gymnasien zu erhalten. Dabei soll dieses Referenzbauvorhaben als Pilotprojekt für weitere Bau- und Planungsausführungen in Berlin dienen. Die gegenwärtig auf dem Standort befindlichen schulischen Altbauten sollen vollständig aufgegeben und durch das Schulneubauvorhaben ersetzt werden.

Zur Optimierung der künftigen Planungs- und Bauprozesse im Berliner Sekundarschulbau sollen mit dem geplanten Bauvorhaben an der Allee der Kosmonauten zwei beispielgebende Modelle für eine Integrierte Sekundarschule (ISS) und ein Gymnasium generiert werden, deren flexible Gebäudestrukturen sich an veränderliche Bedarfslagen hinsichtlich der Schülerzahl und Zügigkeit anpassen lassen. Zugleich soll die Umsetzbarkeit des vorgegebenen Flächen- und Raumprogramms mit einer optimierten Flächeneffizienz (BGF/NUF) gegenüber den bisherigen Flurschultypen erreicht werden.

Als Zielmodell sind für den Schulstandort Bauten einer Integrierten Sekundarschule (ISS) mit 6-zügiger Sekundarstufe I und 4-zügiger Sekundarstufe II und eines 4-zügigen Gymnasiums zu konzipieren.

Integrierte Sekundarschule (ISS) und Gymnasium sollen getrennt erschlossen werden und als eigenständige und separate Gebäude funktionieren, jedoch eine konsistente Ensemblewirkung erzeugen. Das Ensemble ist durch eine gemeinsam genutzte Doppelsporthalle mit 6 Hallenteilen zu komplettieren. Getrennte Schulfreianlagen und gemeinsam zu nutzende, ungedeckte Sportanlagen gehören ebenfalls zur konzeptionellen Aufgabenstellung.

Die barrierefreie Schulplanung soll die Vorgaben der Facharbeitsgruppe für Schulraumqualität vollständig umsetzen. Sämtliche Planung ist auf die Erreichung des Silber-Standards des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen, hrsg. vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), auszurichten. Dabei wird im Rahmen des Wettbewerbs von den Teilnehmern eine besondere Bearbeitung der Lüftungs- und Tageslichtkonzepte gefordert.

Die Konzepte sollen sich durch baukonstruktiv durchdachte Lösungen einer rationell umsetzbaren Bauweise auszeichnen. Dabei können unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich wiederholende Bautypologien, z.B. des Compartments herangezogen und vorgefertigte und/oder elementierte Bauteile eingesetzt werden; es sind Modulentwicklungen ebenso zugelassen wie der Einsatz von ggf. speziellen Fertigteilen.

Verfahren

Der Wettbewerb wird nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) als einphasiger, nichtoffener, d.h. in der Teilnehmerzahl beschränkter Realisierungswettbewerb für Architektinnen und Architekten als Generalplaner mit anschließendem Verhandlungsverfahren gem. der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) durchgeführt. Vorgeschaltet wurde ein Teilnehmer-Bewerbungs- und -Auswahlverfahren durchgeführt. In die Aufgabe eingebunden sind Vertreterinnen und Vertreter der Disziplinen Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausrüstung und Landschaftsarchitektur. Das Wettbewerbsverfahren ist bis zum Abschluss anonym.

Aufteilung der Preissumme

1. Preis: 35.000 € netto
zwei 3. Preise: jeweils 18.000 € netto
Anerkennung: 7.000 € netto