Meine HOWOGE

Viele helfende Hände - und ein starker Arm
Jul 2014

Viele helfende Hände – und ein starker Arm

Die Kiezhelfer der HOWOGE unterstützen vor allem ältere Mieter. So können sie ihren Alltag besser meistern und noch lange in vertrauter Umgebung wohnen.

Bei Henry Gilat (58) piept es. In seinem linken Ohr steckt ein Kopfhörer, der direkt zum Handy führt. So kann er besonders schnell ans Telefon gehen, denn der Kiezhelfer mit dem dunklen Vollbart ist ein viel gefragter Mann. Am Telefon ist Lothar Kröhnert (79). Der HOWOGE-Mieter hat vor einigen Tagen mit seinem Kundenzentrum Alt-Lichtenberg einen Termin mit den Kiezhelfern vereinbart: zum Möbel rücken. In seiner Wohnung werden die elektrischen An- schlüsse erneuert. Dafür müssen Verteilerkasten und Steckdosen freigeräumt werden. 

Schulze-Boysen-Straße, 10 Uhr. Keine 20 Minuten dauert der Einsatz bei Lothar Kröhnert. Henry Gilat und sein Kollege Frank Kinder (45) rücken das Sofa von der Wand und hieven eine Vitrine vorübergehend auf einen Schrank. „Es ist das erste Mal, dass ich die Kiezhelfer brauche“, sagt Lothar Kröhnert: „Bisher konnte ich alles selber machen“. So geht es vielen  HOWOGE-Mietern, sie möchten nicht zur Last fallen. Dabei ist die „Baufreiheit“ vor der Reno- vierung ein klarer Fall für die Helfer. Schwere Möbel könnte das Ehepaar Kröhnert nicht alleine bewegen. Die beiden Männer werfen auch auf das Einbau-Regal um den Verteilerkasten einen Blick. Als geübter Handwerker gibt Frank Kinder einen Tipp: „Lassen Sie das Regalbrett drin, dann sieht der Elektriker gleich, wo er den neuen Kasten anbringen muss.“ In dieser Form ist der Kiezhelfer-Service in ganz Berlin einmalig. Allein das Kundenzentrum Alt-Lichtenberg, für das Henry Gilat und Frank Kinder arbeiten, hat 2013 über 1600 Einsätze vermittelt. Wichtigste Zielgruppe: Mieter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und eingeschränkter Mobilität. Allerdings gilt: Die Kiezhelfer ersetzen nicht den Handwerker. „Wir bringen gern mal eine Gardinenstange an“, erklärt Frank Kinder, „aber bei Elektro oder Klempner-Arbeiten muss der Fachmann ran.“

„Die Kiezhelfer sind für mich eine echte Lebenshilfe“, lobt Marianne Knoppe. „Dafür kann ich der HOWOGE und den Helfern gar nicht genug danken.“

Frankfurter Allee, 11 Uhr. Der lichtblaue VW Caddy der Kiezhelfer hält vor einem Wohnblock. Am Eingang wartet Manfred Braeuer (82), auf seine Gehhilfe gestützt. Henry Gilat begleitet ihn in den Supermarkt. Nach dem Tod seiner Frau zog der gelernte Werkzeugschlosser 2010 nach Alt-Lichtenberg. „Die Kiezhelfer sind prima Leute“, lobt er. „Die Termine mache ich mit dem Kundenzentrum aus, das klappt immer ganz unkompliziert.“ Mit etwas Unterstützung der Kiezhelfer kann Manfred Braeuer seinen Haushalt alleine bewältigen. Die Kiezhelfer ersetzen zwar keinen Pflegedienst, aber sie sind oft die ersten Ansprechpartner: „Wir kommen und schauen: Was ist zu tun? Welche Firma könnte weiterhelfen?“, erklärt Frank Kinder. Das Angebot der Kiezhelfer zeige, dass die  HOWOGE auch soziale Verantwortung übernimmt „Das ist ein Grund, warum die HOWOGE bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit so gut abschneidet“, fügt Kinder noch hinzu. 

Harnackstraße, 12 Uhr. Marianne Knoppe hat heute einen Termin bei einer Behörde, Henry Gilat wird sie begleiten. Die 88-Jährige lacht fröhlich zur Begrüßung, sie kennt den Kiezhelferservice schon viele Jahre. Seit 1971 wohnt sie hier, aber außerhalb ihrer Wohnung fühlt sie sich alleine nicht mehr so sicher. Zweimal ist sie schwer gestürzt. „Ich bin dadurch nicht mehr angstfrei“, sagt sie, „deshalb brauche ich hin und wieder einen starken Arm.“ Die Kiezhelfer leisten einen großen Beitrag für ein wichtiges Unternehmensziel der  HOWOGE: die Nachhaltigkeit. Sie unterstützen Mieter, die körperlich eingeschränkt sind. So können sie bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung bleiben. „Die Kiezhelfer sind für mich eine echte Lebenshilfe“, lobt Marianne Knoppe. „Dafür kann ich der HOWOGE und Helfern wie Henry und seinen Kollegen gar nicht genug danken.“

Service

Kiezhelfer buchen 
Termine bitte telefonisch in Ihrem Kundenzentrum vereinbaren.
Montag bis Freitag 9–17 Uhr.

Bitte beachten!
Kiezhelfer übernehmen keine Reinigungsleistungen und wiederkehrende Arbeiten. 

Leistungen
• Transport von Möbeln und schweren Gegenständen (keine Umzüge)
• Montage-Arbeiten bei Kleinmöbeln 
• kleinere Reparaturen (z.B. Gardinen oder Bilder aufhängen) 
• Besorgung und Begleitung für ältere und eingeschränkt mobile Mieter (Einkauf, Arzt, Behördengänge)