Mein Berlin

Absoluter Teamplayer
Jun 2015

Absoluter Teamplayer

Für die einen ist Sebastian Reiniger (26) ein freundlicher Berater im HOWOGE-Kundenzentrum im Ostseeviertel, für die anderen unüberwindlicher Innenverteidiger beim SV Lichtenberg 47.

mieteinander: Herr Reiniger, Sie stammen aus Bad Freienwalde. Was hat Sie nach Berlin verschlagen?
Sebastian Reiniger: Ganz klar der Fußball. Nach einer Zwischenstation in Neubrandenburg wechselte ich 2005 auf die Fußballschule von Union Berlin.

Wie war der Start in der Großstadt?
Natürlich ist Berlin ganz anders als Neubrandenburg, aber die Eingewöhnung ist mir nicht schwergefallen. Durch den Sport haben sich schnell Freundschaften entwickelt, und die sind wichtig.

Wie ist das Leben speziell in Ihrem Stadtteil Lichtenberg?
Zunächst einmal ist es toll, kurze Wege zu haben. Von zu Hause zur Arbeit bei der HOWOGE, danach vier- oder fünfmal in der Woche zum Training und dann in ein paar Minuten wieder nach Hause: Das spart Zeit, die wegen Beruf und Sport knapp ist. Natürlich ist kein Berliner Kiez ein Dorf, aber es ist doch überschaubar hier. Wir haben einen großen Park, aber sind auch schnell mitten in der Stadt.

Wenn trotz Arbeit und Training Zeit bleibt, was machen Sie dann?
Die knappe Zeit verbringe ich mit meinem 6-jährigen Sohn, meiner Freundin und mit Freunden. Im vergangenen Jahr wurden Sie zum Amateurfußballer des Jahres gewählt.

Warum haben sich die Fans für Sie entschieden?
Die Konkurrenz war groß, und Innenverteidiger stehen nur selten im Mittelpunkt. Deshalb war das Ergebnis etwas ganz Besonderes für mich. Ich glaube, dass sich mein Stil als Teamplayer bewährt hat und ich zusammen mit der Mannschaft viel erreicht habe. Das hat den Leuten wohl gefallen. Vor allem ist mir persönlich wichtig, jüngere Spieler zu unterstützen.

SV Lichtenberg 47: Nicht nur Fußball

Wer Lichtenberg 47 hört, denkt erst einmal an Fußball, vor allem an die Herren-Mannschaft in der Oberliga Nord. Dabei hat der alte Lichtenberger Sportverein noch viele andere Abteilungen, darunter Kegeln, Sportakrobatik, Tischtennis, Volleyball und allgemeine Fitnesskurse. Aerobic steht seit 1983 auf dem Programm. Die Lichtenberger Gymnastikgruppe gibt es dagegen schon seit 53 Jahren. Ihre Kurse richten sich auch an ältere Semester (lichtenberg47. de/allgemeine-sportgruppen/gymnastik). Die jüngste Disziplin ist Line Dance, der Volkstanz, wie man ihn aus Irland oder den USA kennt. Viel Anerkennung ernten auch die Boxer des Vereins – nicht nur aufgrund ihrer sportlichen Erfolge, sondern auch für ihr gesellschaftliches Engagement. Eine gute Gelegenheit, den Verein kennenzulernen, ist das große Stadionfest am 13. Juni von 14 bis 21 Uhr in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ (Normannenstr. 26-28). www.lichtenberg47.de