Kiezgeschichten

Wanderurlaub im eigenen Kiez
Okt 2014

Wanderurlaub im eigenen Kiez

Herbstferien ohne Stress und Stau: drei Touren durch Lichtenberg und seine wunderschöne Umgebung – für Spaziergänger, Radler und Skater.

Ein Freilichtmuseum der Architektur ist Friedrichsfelde. Los geht es am gleichnamigen U-Bahnhof. Die Zachertstraße führt zu Pappel-, Ulmen- und Erlenhof mit ihren markant gefärbten Fassaden. Wer nach links in die Archenholdstraße einbiegt, erreicht den monumentalen Sonnenhof – so stellten sich die Architekten der Weimarer Republik eine perfekte Wohnanlage vor. Auf dem Weg nach Westen zum S-Bahnhof Nöldnerplatz bieten sich weitere Städtebau-Schmuckstücke zur Besichtigung an, etwa die Max-Taut-Schule oder die quaderförmigen Rupprechtblöcke, die ab 1925 im Bauhaus-Stil errichtet und 2006 von der HOWOGE aufwendig restauriert wurden. 

Die Rummelsburger Spreebucht ist das beliebteste Wasser-Naherholungsgebiet der Lichtenberger. Bester Startpunkt für eine Tour: die Straßenbahnhaltestelle Gustav-Holzmann-Straße (Linie 21). Von dort geht es zum Ufer und dann in Richtung Nordwesten am Wasser entlang. Rechter Hand liegen die ehemaligen Knabenwaisenhäuser aus den 1850er-Jahren. Am Hochseilgarten biegen Sie in die Karlshorster Straße ab und dann in die Pfarrstraße. Dort beginnt die Victoriastadt, eine fast 150 Jahre alte Arbeitersiedlung. Durch die Kaskelstraße gelangt man zum Tuchollaplatz, wo das Museum Lichtenberg dem historisch interessierten Wanderer die Geschichte der Stadtregion vorstellt. Die Türrschmidtstraße führt zum S-Bahnhof Nöldnerplatz, dem Endpunkt dieser Tour.

Dorfidylle und Skaterbahn, Markante Hochhäuser, gemütliche Kieze – dafür ist Lichtenberg bekannt. Doch der Bezirk hat auch seine grünen Seiten. Malchow hat sich zum Beispiel seinen dörflichen Charme bewahrt, der artenreiche Malchower See liegt gleich nebenan. Von dort geht es am Wartenberger Weg entlang durch die grüne Natur zum Kirschgarten, ein Geschenk Japans zur Wiedervereinigung. Skater schätzen die asphaltierte Ahornallee durch die Wartenberger Feldmark. Wer diesen Weg am Sportplatz verlässt, erreicht den Dorfkern von Wartenberg mit seinen zahlreichen alten Bauernhöfen. Radfahrer können die Tour noch in Richtung Falkenberg fortsetzen.

Grüne Pfade durch Berlin

Neuauflage der erfolgreichen „Übersichtskarte Berlin. Flanieren, Spazieren, Wandern“. Sie führt Spaziergänger auf  20 grünen Hauptwegen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugslokalen: Ab sofort im Buchhandel für 4,95 Euro (Piekart Verlag). Online gibt es die Routen für Handys und Navis auf  www.stadtentwicklung.berlin.de unter dem Stichwort „20 Grüne Hauptwege“. 

Weitere Spaziergänge durch Lichtenberg finden Sie auf der Website www.berlin-fuer-entdecker.de