Kiezgeschichten

Sommer-Lichtspiele Hohenschönhausen auf großer Leinwand
Jun 2015

Sommer-Lichtspiele

Hohenschönhausen auf großer Leinwand: Die „Lange Filmnacht“ zeigt Bilder aus drei Jahrzehnten, und die HOWOGE lädt am 11. Juli zum Sommernachtskino.

Gleich zwei Filmnächte feiern in diesem Sommer den Stadtteil Hohenschönhausen, der vor 30 Jahren Stadtbezirk wurde: Am 11. Juli lädt die HOWOGE zum Sommernachtskino. Auf einer Picknickwiese in der Nähe des S-Bahnhofs Wartenberg startet der Urberliner Dieter Hallervorden „Sein letztes Rennen“. Und schon am 20. Juni werden auf der „Langen Filmnacht Hohenschönhausen“ Kurzfilme, Dokumentationen, Archivmaterial und Trickfilme aus drei Jahrzehnten gezeigt.

Doch eins nach dem anderen. Am 11. Juli zeigt die HOWOGE mit ihrem Medienpartner radioeins eine Kinokomödie für die ganze Familie: In „Sein letztes Rennen“ überzeugt Dieter Hallervorden als unbeugsamer Dauerläufer, der seinen Lebensabend nicht mit Basteleien im Altersheim verbringen will – also trainiert er für den Berlin-Marathon!

Das Besondere an dieser Filmvorführung: Sie findet unter freiem Himmel statt. Um Hohenschönhausen gebührend zu feiern, lässt die HOWOGE eine große Leinwand aufstellen. Auf der Wiese zwischen Neubrandenburger und Egon-Erwin-Kisch-Straße können die Zuschauer ab 19 Uhr picknicken und sich an Verkaufsständen mit Köstlichkeiten für das leibliche Wohl versorgen. Besonders pünktliche Filmfans ergattern einen der Sitzplätze. Achtung: Die Anzahl ist begrenzt. Alle anderen genießen den Filmabend auf der XXL-Picknickwiese. Der Eintritt ist frei.

Ab 20.30 Uhr präsentiert radioeins-Moderator Sven Oswald („Zwei auf EINS“) das bunte Rahmenprogramm. Die Shakespeare Company Berlin spielt und singt einen turbulenten Ausschnitt aus dem Theaterstück „Der Sturm“. Und ab 20:30 Uhr heißt es „Film ab!“ für Dieter Hallervorden und „Sein letztes Rennen“.

Kleinere Filmperlen laufen am 20. Juni auf der „Langen Filmnacht Hohenschönhausen“. Beginn ist bereits um 14 Uhr, denn die beiden Kulturwissenschaftlerinnen Stefanie Eckert und Berit Petzsch haben richtig viel Filmmaterial gesammelt. Die Streifen zeigen Hohenschönhausen und wurden teilweise von den Menschen im Stadtteil gemacht. Bei ihrer Filmfahndung stießen Eckert und Petzsch auf bewegte Bilder jeder Art. Sortiert haben sie ihre Fundstücke nach sechs Themenblöcken. Die Schau beginnt mit Kinderfilmen. Hier erzählt zum Beispiel der Kurzspielfilm „Die Tanzmäuse“, wie zwei Mädchen 1987 in den Gängen ihrer nagelneuen Platte einen Tanz für die 750-Jahr-Feier Berlins einstudieren. Weitere Filmblöcke sind „Jugend“ und „Sport“. Hier ist auch Pepe Danquarts „Heimspiel“ zu sehen, ein Porträt der Ostberliner Eishockey-Fans.

Auf der Filmsuche hat Berit Petzsch viele kreative Menschen kennengelernt. So haben etwa die Kinder der Sonnenuhr-Schule am Fennpfuhl mit „Unfaires Leben“ ihren eigenen Kurzfilm produziert (Foto). „Man merkt, wie viele junge Menschen hier leben“, erzählt Berit Petzsch (38). „Es wird spannend, zu beobachten, wie dynamisch sich der Bezirk in den nächsten zehn Jahren entwickelt.“ Vielleicht wird Hohenschönhausen das neue Hollywood!

Sommernachtskino in Hohenschönhausen

Open-Air-Kino mit buntem Vorprogramm, präsentiert von HOWOGE und radioeins. 11. Juli, Einlass: 19 Uhr, Vorprogramm: 20.30 Uhr, „Sein letztes Rennen“: 21.45 Uhr, Egon-Erwin-Kisch-Str., Ecke Neubrandenburger Str., gegenüber S-Bahnhof Wartenberg.

www.howoge.de/sommerkino

Lange Filmnacht Hohenschönhausen

Kurzfilme, Dokus und Trickfilme aus drei Jahrzehnten Hohenschönhausen. 20. Juni, 14-23.30 Uhr, Die Arche, Degnerstr. 40, Eintritt frei.

www.langefilmnachthsh.blogspot.de

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www.howoge.de/30JahreHSH