Kiezgeschichten

Mein erster Zug am Saxophon

Mein erster Zug am Saxophon

mieteinander testet die Schnupperkurse der Schostakowitsch-Musikschule in Lichtenberg: Welches Instrument passt zu mir? Für HOWOGE-Mieter ist die Teilnahme kostenlos.

Beim letzten Jazzkonzert sah das so einfach aus: Der Saxophonspieler schwang seine Hüften, als er dem goldschimmernden Instrument die schönsten Töne entlockte. Als ich das erste Mal ein Saxophon in Händen halte, taste ich zaghaft nach den Tasten, von oben kann ich sie kaum sehen. Allein den Korpus zu halten, ist für mich als Anfängerin nicht einfach. Einen Ton zu spielen ist noch schwieriger. Mit einem Schnupperkurs will ich an der SchostakowitschMusikschule herausfinden, ob aus mir eine Saxophonistin werden könnte.

„Es kommt auf die richtige Atemtechnik an. Das ist ein wenig wie Yoga“, sagt Lehrer Burkhard Schmidt. Der 50-Jährige ist ein erfahrener Jazz-Saxophonist, der seine Begeisterung für das Instrument an seine Musikschüler weitergibt. Ich will von demProfi lernen, wie man einem Saxophon den berühmten samtig-warmen Ton entlockt. Schmidt pumpt einen tiefen Zug Luft in seine Lungen und gibt ihn langsam über das Mundstück an das Instrument ab. Ein rauchiger, sanfter Ton erklingt.

„Wer Saxophon spielen will, der muss zuerst richtig atmen lernen“, erklärt Burkhard Schmidt. „Die Schultern bleiben unten, geatmet wird in den Bauch.“ Ich nehme nun ebenfalls einen tiefen Zug Luft, mein Bauch wölbt sich. Das Mundstück des Saxophons, das wie ein Entenschnabel zu mir weist, umschließe ich mit den Lippen und puste fest hinein. Statt eines Tons höre ich nur den Luftstrom entweichen. „Das Geheimnis ist, mit wenig Luft viel Druck zu erzeugen“, verrät der Lehrer. Ein zweiter Versuch – ein Ton erklingt! Der Lehrer lächelt und macht mir Mut. Nur eine Dreiviertelstunde später spiele ich mein erstes Stück. Der „Slow Blues“ besteht aus zwei Tönen und einem einfachen Rhythmus. „Ein Musikinstrument kann in jedem Alter erlernt werden“, motiviert mich Schmidt zum Unterrichtsschluss. Seine älteste Schülerin ist 74 Jahre alt.

Neben Burkhard Schmidt erteilen an der Schostakowitsch-Musikschule rund 150 Lehrer Unterricht. Holz- und Blechblasinstrumente sind sehr beliebt, ebenso Streich- und Tasteninstrumente wie Geige oder Akkordeon. Sogar Dudelsack kann man hier lernen. HOWOGE-Mieter erhalten einen kostenlosen Schnupperkurs für das Instrument ihrer Wahl.
„Wir wollen insbesondere Erwachsenen, die in ihrer Jugend ein Instrument gespielt haben, den Wiedereinstieg erleichtern“, sagt Olaf Hengst, Leiter der SchostakowitschMusikschule. Viele Freizeitmusiker sind sich nach Jahren des Pausierens unsicher, auf welchem Stand sich ihre Spielfertigkeit befindet. Ein Instrument wird dabei für die Zeit des Unterrichts gestellt, weiterführender Unterricht ist möglich. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, dem stehen auch die zahlreichen Musikensembles und Combos der Musikschule offen – denn jeder kann Musik!

Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg

Musizieren für jedermann

Die Schostakowitsch-Musikschule Lichtenberg bietet für die Mieter der HOWOGE 50 kostenlose Schnupperkurse an. Einfach die HOWOGE-Servicekarte vorlegen und vier Mal 45 Minuten Einzelunterricht auf einem Instrument der Wahl nehmen. Der Unterricht findet an einem der drei Musikschul-Standorte statt: PaulJunius-Straße 71, Stolzenfelsstraße 1 oder Wustrower Straße 26. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich. Weitere Informationen gibt es unter (030) 90 29 65 97 8 und auf
www.howoge.de